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Theil 1, Bd. 1 (1830)
Entstehung
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323
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Kapitel II. h. 80.

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stcllung zweier Schultheißen, die Pflichten der Hoshörigen zuerweitern gesucht, und in dem deshalb entstandenen Rechtsstreitesich auf Besitz berufen. In dem durch die fürstlichen Rathe zuStande gebrachten Vertrage von 1569 wurde nun auch rücksichtlichdes Handgewinns der Streit verglichen, und dasselbe auf sechsalte Guldenschild festgcsicllt Es heißt zwar dabei, so wiein den altern Hofsrechten, «mit Gnaden,» was aber andersnichts bedeuten kann, als daß aus Gnade auch etwas nachgelassenwerden könne. Denn daß cs in des Hofsherrn Willkübr stehenkönne, das Handgewinn zu erhöhen, davon beweis't dicThatsachedes Vertrags das Gegenlheil. In der Hodsordnung für denHof Ohr und Ehor wird zwar gesagt, daß der redliche Gew'nns-pfcnniug, welcher bei dem Winnen und Werben der zugesallenenEiner geben, durch den Hossherrn gesetzt worden"); da

seinem Schottin dat Guidt zo Handgewinnen ind werven, daßfall Ihme der Herr off Scholrieß gunncn, und vur datHand-gcwinn fall der Man und Brame, die vp dcn Hocven Wonnen,geven gelick: dat also zu verstain, dat die Vrawe so vieltfall gevcn als der Man, so dicke als dcß'dann gesielte, datvier alden Guldenschild mit Gnaden: die gcnne, die aver opden Kotten Wonnen, sollen geven für Handgewinn ind Ge-werff, hie sic Man off Vrawe, zweien alde Guldenschild mitGnaden, off dat Werbt darvoir als vurg. steit und neit mer."

56) Beilage 26. Art, 3.Lhom dcrdcn, wanncr nan Affstcrven einsHoffsmans off einer Hoffsfrauwen, so auff einem Hoff gewö-hnende, die ncgsie Erven oder die suß dat mit Rechte doenmochte, umb solchen Hoeff oder Hoeffsguedt, alß der affge-srorvcncr vcrlatkcn, tho Handt gewinnen, den Hoefföherrnoder seinen Schulten ersuchen, fall der Hoffsherr offte seinSchulte dieselvc tho der Handgewi,niunge gestade, und derjhcnc, der solche Hanüizewin begert, hie sei Man oder Frauw'c,für den Handtgewin idcrmals sechs alde Guldenschildcn 'mitGnaden, oder den Werkt darvor, als der Herr von demLande boiren doidt, un vortmer geven und verrichten,"

57) Beilage 60.Und sotten obgcmclle Kinder und Erben neben derErbthcilung, so »ach »ormb und Geprauch des HoffS geschehe»soll Jnwendigh.Iahr und Tag solche Inen zugefallen Götterwinnen und werben, und uns davon einen rötlichen G«winnß-Psenninz wie dcrselb durch uns und unser Thumb-Capittulgesetzt worden, geben und verrichten, als das vor Alters Rechtist gewesen und noch."

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