Kapitel III. tz. 63.
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dieser Dienstleute übergibt und überliefert an den landesherr-lichen Kellner im Veste Recklinghausen mit Hand und MundeClaes, des grotcn Gcrdes Sohn, in dem Kirchspiel von Buyr,»ind uthgelaten van alle der Dcnstmansrechte des guden sent»Peters, ind fall ind will na datum dis Bricves ein Horachtig»vulschuldig Man wesen des Hoves von Nckclinchusen, ind»sal des gebruken ind geneiten na Wonheit des Haves vurs.»Ind ich Wessel vurs. heb weder entfangen in Claes stede»vurs. Godeken van Kerchellen, seligen Connen Sone van Ker-»chellcn, de vor Datum dis Brieves horachtig was in den»Hoff to Rekelinchusen; ind sal nu vort eyn vrp Denstman»wesen na Datum dis Bricves des guden sent Peters in dem»Veste van Rekelinchusen, ind der Dcnstmansrechte to gebruken»ind to geneiten na Dcnstmansrechte Gewonheit in dem Veste»van Rekelinchusen sunder Argclist. Hir waren anc ind over,»do bisse Wesscle geschah, des guden sent Peters Denstlüde»mit Namen: Hinrich Bobbe, Diderich Stcinwech, Bertold»vver Eyll, ind andere Dinstlüde genoich «
Es ist merkwürdig, daß die Dienstleute und die Hofhörigen,obgleich beide unter dem Landesherrn stehend, als selbstständigeKorporationen gegenüber standen.
Daß Recklinghausen früher eine Freigrafschaft war, gehtaus einer zu Anfang des 14. Jahrhunderts aufgenommenenUrkunde ^6)'hervor, wo der Burggraf Wescel zu Westerholtseine Burg dein Erzstift Köln vor dem Lernm-cko clicw vn-ver8gAoclo VriZisvio, et juäicio lideie eomitie <1i8tiictu8in Rebiliuelmson zu einem offenen Hause macht. Diese Frei-grafschaft ist zwar später verschwunden, allein man muß dochwohl annehmen, daß hicmit die noch jetzt vorhandenen
1. Eigent h'ü m lichc ii Güter oder Erbgüter
in Verbindung gestanden haben. Wenigstens läßt sich nichteinsehen, warum grade mit Rive angenommen werden
275) Kin billiger N. 16Z. S. 563. 564.
276) Bei Krndlinger M. B. Bd. 3. Abth. 1. N. 150. S. 390 ff.
277) S. 296.