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Kapitel HI. §. 44.
44.
Hl. Grafschaft Dortmund.
Die alte Geschichte von Dortmund ist noch durchaus nichtaufgeklärt. Das ganze Kommissorium des come« 1'rutmannusvon 788 ist so vielen geschichtlichen Schwierigkeiten unterworfen,daß darauf nichts zu bauen. Daß der Reichshof Dortmund1300 vom Kaiser an den Grafen von der Mark versetzt worden,geht freilich aus der Beilage l5 hervor. Und eben wenig wirdes zu bezweifeln seyn, daß die Stadt die Grafschaft im 14.Jahrhundert vom Nobili« von Steck erworben "). In demkleinen ländlichen Territorium, was die Reichsstadt besaß, kamennun folgende Arten Bauerngüter vor.
1. HobL-, Lathen- und Behandigung s-Güter.
Hiebei treten dieselben Verhältnisse, wie bei der GrafschaftMark ein. Verschiedene Hobs - Güter gehörten zu den inder Grafschaft Mark gelegenen Oberhöfen a) Elmenhorst undb) Fronlinde. Der Oberhof c) Huckarde erkannte die Abtei Essenals Oberherrn an, und seine Verhältnisse sind nach den Essen-- dischen Hobs - Rechten zu beurtheilen. Mit dem Oberhofä) Abdinghof war die Familie von Westrom vom Abt zu Werdenbehandigt. Der Oberhvf e) Kirchlinde, dem Katharinen-Klosterzu Dortmund als Hofsherrn gehörig, war nach Rivcs "") Ver-muthung vom Kloster aus verschiedenen ihm tradirten Gütern! zusammengesetzt worden, ohne daß darüber jedoch zuverlässigeBeweise vorliegen.
s Merkwürdig ist es übrigens, daß der eigentliche ReichshofDortmund nicht in der Grafschaft Dortmund lag, sondern zurGrafschaft Mark unter dem Namen Oberhof Stockum gehörte.
- 2. Leibcigenthums-Güter.
^ Dieser gab es nur vier, zur benachbarten Abtei Kappenberg
^ gehörig. Besondere Gesetze gab es für dieses Verhältnis! nicht,das Herkommen und die Natur der Sache entschied.
76) T'e-c/romnttc/ie?' x. 2-js. r/,ü.
77) 8. 3ÜS.
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