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Theil 1, Bd. 1 (1830)
Entstehung
Seite
168
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Buch I. Einleitung.

gens die Stadt aus sechs Höfen zufammcngewachsen, gehtdaraus hervor, daß diese sechs »Hofen« noch bis in die neuereZeit als eigene erste Bestandtheile der Stadt bestanden ").

Ueberhaupt finden sich in Soest und seiner Bördehistorisch Freie und Hörige. Die vielen Freigerichte weisenschon auf die Freien hin. In Soest selbst waren mehrere Frei-stühle, »Item einer tho Soist up der Trappen vor dem Nhat-»buyße. Item einer tho Soist up dem Rhathuyß vor der»Roden taffelen. Item einer vor der Elwcrkes Porten up dem»wedde pote. Item einer tho lutkcn annepsn up dem Brinke»au den Hellwege, da sich thom minsten twe geeichte gebohren»tho Halden binnen jahrs dat eyne na sunte-Michelis Dage,»und dann füllen die Bureshop uth den twe Kaspele Welwer»und Swewe na alder gewonheit dair syn, dat ander geeichte»kort na Paschen ^).« Bei der Erwerbung einiger Aecker

Stahtgadum" weiß ich nicht, man möchte denn auf Stuhl(Freistuhl) und Bergaderung (Bereinigung) rathcn. Ob hieretwas Aehnliches, wie dieRicherzeggede" in Köln, Vorgelegen?S. Eichhorn über den Ursprung der städtischen Verfassung inDeutschland, in der Zeitschrift für geschichtliche RechtswissenschaftBd. 2. S. 18t ff.

48) Geck S. 121.

49) Uebcr die Etymologie dieses Wortes streitet man. Biele glauben,flache und fruchtbare Gegenden seyen Börde genannt; s.

/-«»>? Alomorsdiliu 8usstsnsiu p. H dlot. f. Allein es giebt sol-cher Gegenden so sehr viele, welche diesen Namen nicht haben.Geck S. 3. räth aufBehörde, zur Stadt gehörig." Da nichtAlle hiermit einstimmen möchten, so schlage ich vor, Abgabebezirkzu nehmen, von büären, heben, was im gemeinen Leben nochhäufig vorkommt. Da das oberste Schultenamt in Soest, dieHebebezirke die llurtos aber außer Soest waren, so dürfteeine solche Ableitung nicht zu verwerfen scyn.

50) Siehe das gerichtliche Verzeichnis der freien Stühle der Freigraf-schaft, von Soest und der Renten eines Soestcr Freigrafen (von1505) in Troß Sammlung merkwürdiger Urkunden für die Ge-schichte des Femgerichts S. 62. Ueber den Freistuhbzu Ostönnenenthält dieses Verzeichnis folgende schöne Antiquität:Item ein tho Ostönnen in des Wulves Hove achter dem Huise under denappelbome na Soist wart. Item dair geboirt den Huisherrn