Kapitel m. §. t»r.
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Kölnischen Schulten-Amte in Soest — ViUiesiio okiioü 8au1-tettttu« Susatensis — vereinigt. Eine Urkunde bei Kindlin-ger führt die Einkünfte dieser Haupthöfe summarisch auf,gibt aber zugleich an, wie diese an den Erzbischöflichen Krie-gerstand in jener Gegend — z. B. die Osstt-ensor in Hove-«laä — gleich abgegeben werden. In jener Urkunde aus denZeiten von 1275 bis 1332 ist übrigens schon bemerkt, wiedadurch, daß die opicksni 8U8itt6i,8es mehrere Usnso» aus denOberböfen erworben und nun die Pflichten der Hofsleute nichterfüllen wollen, allmählig die ganzen^Rechte der Oberhöfe un-tergehen. In der Lhat sind die Oberhöfe auch eingegangen.
Wie die Stadt Soest entstanden, ist in Dunkel gehüllt.Zn einer Urkunde von H66 wo der Erzhischof das. aus-zurodende Gehölz Althof bei Soest zu einzelnen Narww in Zinsausthut, wird der Einwilligung der Soester /amL'a — »>wiiu8»Losiwiensi« /um/i/us vousilio« — erwähnt. Die Stadt,oder vielmehr ein bedeutender TfM derselben, scheint also, wieso manche andere, ursprünglich eine Gemeinde Höriger gewesenzu seyn. Bekanntlich bildeten die Handwerker auf den Villenhäufig die erste Grundlage der Städte. Aus der späterenSoester Verfassung wird wahrscheinlich, daß ursprünglich zweiGemeinden nebeneinander bestanden, die Familie der Hörigen'nämlich, die Handwerker, welche später 9 Zünfte bildeten, unddie Gemeinde der Freien; in Soest bestand nämlich außer den9 Zünften die » Gemeine,« wozu alle Bürger gehörten, -welchenicht Genossen der Aemter oder Zünfte waren; diese Gemeineward » Stahlgadums - Gesellschaft« ") genannt, und hatteihren eigenen Versammlungsort und einen eigenen gewähltenGroß - Richtmann, der gleich dem Groß - Nichtmann der 9Aemter den Magistrats-Sitzungen beiwohnte-^). Daß übri-
14) Münsterische Beiträge Bd. 3. Abth. 1. Urk. No. 102 S. 262 ff.,hier abgedruckt in der Beilage 35.
45) Kindlinger Münst. Bcitr. Bd. 2. Urk. No. 32. S. 196.
48) Oder vielmehr „Stohlgadum" S. Soest. Polizei Ordnung von1650. Lit. Xlll. S. 311.
47) Geck Topographisch-historisch-statistische Beschreibung der StadtSoest und der- Soester Börde S, 124- Die Etymologie von