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Buch I. Einleitung.
Wichtiger für uns ist cs aber, daß um den Stammsitz der Alte-naer Grasen altdeutsche Freiheit bestehen geblieben. Eine eigeneKlasse Güter, die Freigüter, ist der deutlichste Beweis *).
Die Grafen von Rudenberg besaßen den Oberhof und dasSchloß Mark mit der Grafschaft in dieser Gegend. Graf Frie-drich von Altena oder sein Sohn Adolph kauften diese Graf-schaft zu Ende des zwölften oder Anfang des dreizehnten Jahr-hunderts *). Im Amte Hamm gab es einige wenige Leibei-genthums-Güter, viele Hobs - Güter, und bei den übrigen Be-wohnern des Amts Hamm bis an die Lippe war die sonderbareGewohnheit, daß beim Tode der Sterbegulden an die Renteientrichtet werden mußte, und zwar mußte er, ehe der Athemausfuhr, aus dem Hause oder der Hofeshegge seyn, widrigenfallsder halbe Nachlaß dem Landesherrn heimsiel ^).
Die Grafen von Altena und Mark, bald blos von Markgeheißen, erweiterten sich immer mehr. Als Friedrich Graf vonJsenberg »van Jngevonge des Düwcls den ErzbischofEngelbrecht von Köln erschlug und darauf geachtet wurde,erwarben sie von Köln die Lehen Friedrichs, Unna, Hattingen,Bochum, Blankenstein, und mehrere an der Ruhr gelegeneOrte 2). — Im Jahr 1300 verpfändete König Albrecht demGraf Eberhard von der Mark die vier Reichshöfe Dortmund,Westhoven, Elmenhorst und Brakel ^). — Gegen den Schlußdes 14. Jahrhunderts ward Schwelm und Hagen von Churköln
4) Vorläufig wird auf den Aussatz in Mallinckrodts Magazinfür Westphalcn. 1799. (Bd. 4.) S. 298. ff. verwiesen.
5) S. Kindlinger: die Grafschaft Mark in ihren Anfängen, (imMagazin für Westphalen 1797, Stück 3. S. 208—210.)
6) lieber die Frage, ob dies Ausfluß früheren Leibeigenthums seyeoder aus dem Hcergewette und der Gerade zu erklären, sieheSethe Urkundliche Entwickelung der Narur der LeibgewinnsgüterS- 262 — 268.
7) Gert v. Schüren S. 12.
8) -Vis. K88anc1. unnkl lg. 456—-457 Kot.
zi. 240. 242. 244.
9) Urkunde bei ».Steinen Westphälifche Geschichte Th. !. S,1706— 1707.