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Theil 1, Bd. 1 (1830)
Entstehung
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147
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Kapitel HI.

§. 39.

147

l. Cleve und Mark.

Die Grafschaft Mark ist auS geringen Anfängen zu einemansehnlichen Ganzen zusammengewachsen. Aus den Führerneinzelner kleiner Volksvereinc wurden durch die Belehnung mitder Gerichtsbarkeit Grafen des Reichs, manches edle Geschlechtalter Stammfürstcn ging unter, aber die Grafen von Altenaerhoben sich über alle, ihr Enkel herrscht vom Niemen bis zurMosel.

Wir wollen nicht untersuchen, inwieweit die Sage irre, wennsie Uns ') berichtet: zwei Gebrüder von dem edlen Geschlechtder Ursini in Rom, reich und geliebt vom Kaiser, kamen übetdie Alpen, und kauften vermittelst Hülfe des Kaisers eine Land-schaft und Herrlichkeit, und erkohrcn darin einen starken Bergin der Wildniß, um darauf ein Schloß zu zimmern; daraufals man erst das Holz im Berge gehauen, flog ein Haselhuhnaus den Bäumen einem von den Herrn in seinen Schooß, umdort Schutz .zu suchen; der Herr hielt es in seinem Mantel undsprach zu den Hauern also: «van der Genaden Goits cn sal»hier geins glücklichen Werks ontbreken; gaet vertan tho Werk/»ind west das secker van der Genaden Goits, dit Werk sal«seliglickcn vollenbracht werden ^).« Dies Werk vernahm derGras von Arnsberg, er glaubte, daß er durch die Burg über-zimmert (ouvertymmert) würde, und entbot, daß ihm der Baual te nae (allzunah) ginge und daher nicht weiter gezimmertwerden sollte, allein sie kehrten sich nicht daran, vergeblich warddas, nach diesen Worten Altena genannte, Schloß belagert.

Die Sucht einer gewissen Zeit, den Ursprung der edlenGeschlechter von Nom herzuleiten, erklärt diese Sage. Derwahrscheinlichere Ursprung Altenas von den Grafen von Lei-sterband würde uns in seiner Erörterung hier zu weit führen ?).

1) Siehe z, B. Gert van der Schüren Chronik von Cleve undMark (hcrausgegeben von Troß) S. 2 4.

2) Oder: bei der Gnade Gottes, es soll hier an einem glücklichenErfolge nicht gebrechen; geht fortan zu Werke, und wisset dassicher von der Gnade Gottes, dies Werk soll seliglich vollbrachtwerden.

3) Td-c/tcnmnc/w»' t4nnsl> Oliv, ssul. Itlont. et Älarc. p. 243,199, sgss.

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