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Buch I. Einleitung.
7.
IV. Persien.
Nur wenig ist es, was sich über die Institutionen der Persersagen laßt. Ursprünglich und in der ältesten Zeit war dieKasten-Eintheilung bei dem Zend-Volke, den Medern und Persern, wohlvorhanden, obgleich nicht so streng, geschloffen und erblich als inIndien In den anderen, Persischer Herrschaft unterworfe-nen, Landen waren gewiß auch merkwürdige Institutionen rück-sichtlich des Grundbesitzes. Allein alles löste sich endlich auf in dieAllherrschaft des Königs Durch die Kraft eines, größten-theils nomadisircnden Volkes hatte sick das Reich ausgebreitet. -Anfänglich betrachteten die erobernden Perser als Folge ihrer Er-oberung jedes Gut der Besiegten wie ein Eigenthum, über wel-ches sie nach Belieben schalten dursten. Diese Gewalt ging jedochbald auf den König über. Er war Herr über Alles im Reiche,ihm gehörten alle Güter, und den Eigenthümern »erstattete erden Besitz nur aus Gnaden, und auf solange, als cs ihm be-liebte. Als Kambyses den königlichen Richtern eine Frage, dieihn selbst betraf, vorlegte, antworteten diese, es gebe ein Ge-setz, nach welchem der König der Perser thun könne, was erwollet). Darius Hystaspes setzte bestimmte Steuern fest. DiePerser, als die Sieger, blieben frei von Steuern, und gabennur willkührliche Geschenke, eben so wie die durch freien Vertragauf Kambyses Zuge nach Egypten sich unterwerfenden Ac-thiopicr Im übrigen war das Reich in zwanzig Satrapieneingetheilt. Die Ionier lieferten 400 Silbertalcnte; die Kilikier360 weiße Pferde und 600 Silbertalente, wovon aber auf dieReiterei, welche zur Besatzung in Kilikien lag, 140 gingen, wah-rend die übrigen 360 in den königlichen Schatz gingen. Epypten,Lydien, Kyrcne und Barka zahlten außer dem Gelde, welches
60) v. Raumer I. 299.
61) Siehe überhaupt v. Raumer Bb. l. zwölfte Borlesung (S. 280.— 203) Heeren Ideen LH. 1. Abth. 3. S. 423. ff.
62) Luden allgemeine ßieschichte her Völker und Staaten de» Al>terthum». S. 117. 118.
63) Herodot B. lll, Aap. 17.