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Dritter Band (1830) Die vierzehn Briefe des heiligen Apostels Paulus
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426
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426 Der Bricf Pault an die Hebräer.

XI.

6 . Ohne Glauben ist es aberunmöglich, Gott wohlgefällig zuseyn: denn wer vor Gott hin-zutreten will, muß glauben daßer sey, und die, welche ihn su-chen, belohne.

7 . Durch den Glauben erhieltNoe Offenbarung über das wasnoch nicht zu sehen war undgottesfürchtig sich benehmend,erbaute er die Arche zur Rettungseines Hauses; durch diesen ver-urtheilte er die Weltbund wardErbe der Gerechtigkeit, die ausdem Glauben kommt.

8 . Durch den Glauben gx.horchte der Abraham genannt!auszuwandern an den Ort, wcl-chen er in Besitz bekommen sollt:und er wanderte aus, ohne zuwissen wohin er käme. !

y. Durch den Glauben lebt:er im Lande der Verheißung alsin einem fremden wohnendZelten mit Jsaak und Jakobden Theilhabern derselben Ver-heißung.

i o. Denn er erwartete die fest-gegründete Stadt, deren Bau-,meister und Schöpfer Gott ist.

nicht gestorben, sondern daß er lebendig aus der Zahl der Sterblichen entri'nltworden sey. Von diesem Cnoch heißt es, daß er mit Gott Umgang hatte »derganz in Gott lebend Gott wohlgefiel.

6. Vers. Diese Bemerkung fügt der Verfasser darum hinein, weil MEnoch so wenig I Mvs. 5. erzählt und insbesondre von seinem Glauben g«, jnichts erwähnt wird. Es zeugte schon von seinem Glauben, daß er mit Gelllebte: denn dieß läßt ihn voraussetzen.

7. Vers. Noah glaubte, daß Gott der einzig wahre Gott sey, während !die übrigen Menschen seiner Zeit dem Götzendienst und den Lastern sich erga<ben. Deßhalb wurde er von Gott auch ausgezeichnet, er erhielt die göttlich!Offenbarung, daß eine Sündfluth kommen und alle vernichten werde. S.

I Mos. 6, 9 13- Er erbaute auf göttlichen Befehl die Arche und reit!» !so sich und seine Familie: und während die übrigen, welche Gottes Drohim-gen verachteten sich des Verdammungsurtheils würdig machten, ward er derauS dem Glauben kommenden Gerechtigkeit theilhaftig und blieb beim Lebe».S. Kap. 10, 38. >

8. Vers. Abraham wohnte in Urkaschdim, zwischen Nesibis und demTigris, begab sich von da nach Charan, einer Stadt Mesopotamiens, unddann ins Land Kanaan, wohin er von Gott aufgefordert worden zu geht».S. I Mos. 12, 1- 4 ff. Auch den Abraham leitete sein Glaube, indem ersein Vaterland und die Seinigen verließ und ein andres Land aufsuchte mdem er nichts wußte, er gehorchte in dem Vertrauen, Gott werde auch dafür ihn und seine Nachkommenschaft sorgen. Ueber die Ausdrücke "der Abra-ham genannte" vgl. Anm. zu Nöm. 4, 17.

9- Vers. Das Land der Verheißung ist das Land Kanaan, worin Abia- !ham, Jsaak und Jakob obgleich nur unter Zelten (s. I Mos. 24, 67. 33,17-26, 3. 28, 4. 13. 35, 12.), also ohne festen Wohnsitz als Fremdling den-noch fast ohne Unterbrechung blieben, weil eS ihnen von Gott angewiesen warund sie die Verheißung hatten, daß es seine Nachkommen besitzen würde».Vgl. I Mos. 15, 18. 12, 7.

10. Vers. Sinn: Denn er erwartete das von Gott selbst gesttsteteMessiasrcich. Vergl. dasselbe Joh. 8, 56. Das Messiasreich wird im