Der Brief Pauli an die Hebräer. Kap. XI.
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Elftes Kapitel.
Viele Beispiele aus der heiligen Geschichte, wie das des Abel, Enoch,Noa, Abraham, der Sara, des Jsaak, des Jakob, des Joseph,der Adlern des Mose, des Mose, der Jsraeliten beim Durchzögedurchs rorhe Meer und beim Einsturz der Mauern von Jericho,der Rahab und viele andere beweisen, welchen Werth der Glaubenhabe und welche Kraft er zu jeder Tugendübung bei allen Strafenund im Unglück er gebe.
i. /As ist aber der Glaube ein
^ fester Grund für das wasman hofft, eine gewisse Ueberzeu-gung von Thatsachen, die nichtzu sehen sind.
2 . In diesem haben die Altensich ein gutes Zeugniß erworben.
3. Durch den Glauben sehenwir ein, daß die Welt erschaffenworden durch Gottes Wort ->),daß aus Unsichtbarem Sichtba-res entstanden sey.
4. Durch den Glauben brachte
Abel ein besseres Opfer als Kamdem Gott dar, und deswegenbekam er das Lob, er sey gerecht,indem Gott ihn in Absicht seinesOpfers lobte und deshalb redetder Gestorbene noch.
5. Durch den Glauben wardEnoch hinweggenommen ohneden Tod zu sehen; und man fandihn nicht, weil ihn Gott hinweg-genommen hatte, und bevor erhinweggenommen wird, ist er be-lobt, Gott Wohlgefallen zu haben.
1- Vers. Der Gläubige erfaßt mit fester Ueberzeugung und zuversicht-licher Erwartung das, was des Menschen Sinn nicht faßt, ihm verbergen ist,alles Irdische übersteigt — Eben so werden auch das Glauben und dasSchauen II Cvr. 5, 7. einander gegenübergestellt.
Z. Vers. Vgl. I Mos. 1, s) Gott sprach nämlich bei der Schöpfungder einzelnen Theile der Welt: »es werde» und es ward oder es trat hervorins Daseyn. — ES war vor der Schöpfung nichts zu sehen: alles was dasWeltall bildet, wurde in den sechs Tagen geschaffen oder aus Unsichtbarementstand Sichtbares oder aus Nichts die Schöpfung, welches einzusehen unssinnlichen beschränkten Menschen nur durch den Glauben an die Allmacht undWahrhaftigkeit Gottes möglich wird.
4. Vers. Abel verehrte in Gott den väterlichen Geber alles Gutenund brachte ihm daher aus Dankbarkeit und Liebe das kostbarste was er haktedar, darum war sein Opfer besser als das des Kam, der diese Gesinnungnicht mit dem seinigen verband. S. I Mos 4. Gott lobte den Abel inBetreff seines Opfers, er wurde als Gerechter gepriesen und dieser Ruhm tratbesonders noch hervor, nachdem ihn sein Bruder Kain ermordet hatte. S.I Mos. 4, 10.
5. Vers. Von Enoch wird I Mos. 5, 24. nicht wie von den übrigenPatriarchen vor der Sündfluth, die I Mos. 5. genannt werden, bemerkt, daßer starb, sondern es heißt von ihm: er war nicht mehr oder man fand ihnnicht mehr, denn Gott hatte ihn aufgenommen: daraus schloß man, daß er