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Der Brief Pauli an die Hebräer. Kap. X.
7 . Da sprach ich: sieh ich kom-me (im Urkundenbuche steht ge-schrieben von mir) zu vollbrin-gen, Gott, deinen Willen.
8 . Oben sagt er: Opfer undWeihgeschenk, Brandopfer undOpfer für die Sünde hast dunicht verlangt, noch hast du Wohl-gefallen daran: solche werden dochdem Gesetz zufolge dargebracht,
y. Und darnach sprach er: siehich komme zu thun Gott deinenWillen: er hebt also das ersteauf, damit er das zweite einsetze.
, 0 . Durch welchen Willen wirgeheiligt sind mittelst der Dar-bringung des Leibes Jesu Christiein für allemal.
, 1 . Und jeder Priester stehttäglich da, den Dienst verrichtendund solche Opfer oftmals dar-bringend, die nicht vermögen dieSünden hinweg zu nehmen:
12 . Er aber, nachdem er einOpfer für die Sünden darge-bracht hat, hat sich auf immergesetzt zur Rechten Gottes,
13. Und wartet fernerhin bisseine Feinde zu seinen Füßen ge-legt werden.
14. Denn mit einem Opferhat er für immer die Geheiligtenzur Vollendung gebracht.
>5- Dieß bezeugt uns auch derheilige Geist; denn nachdem ergesagt hat:
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7. Vers. -üm Urkundenbuche steht geschrieben von mir", d. h. was inden Büchern MoseS geschrieben steht, handelt von mir. Vgl. R ö m. 3, 21 ff.auch Joh. 19, 36.
8- Vers. »Oben" nämlich P s. 40, 7., s. V. 4. 6. — "dem Gesetze zu»folge», das Gesetz Moses besonders das dritte Buch enthält sehr ausführlicheBestimmungen über die Darbringung von Opfern.
9 . Vers. "Darnach" nämlich P s. 40, 8-, s. V. 7. Das erste, nämlichdie Opfer, das zweite, nämlich die Vollbringung des Willens. Auch Jes.1, 11 — 18- Jer. 6, 20. Amvs 6, 20. Hos. 6, 6. Malach. 1, 10.werden die Opfer getadelt, weil man steh durch ihre Darbringung ein Ver-dienst zu erwerben glaubte.
10. Vers. Sinn: Die Vollbringung dieses Willens bethätigte Christus,indem er zur allgemeinen Entsündiguug ein für allemal seinen Leib zum Opferdarbrachte und so sind wir geheiligt. — Der Verfasser scheint beim Gebrauchdes Wortes "Leib" dasselbe Wort V. 5. vor Augen zu haben, welches nichtgeschehen konnte, wenn er den hebräischen Tcrt vor Äugen gehabt hatte.S. Anm. zu V. 5.
11. Vers. Der Verfasser bezieht sich hier auf die täglichen Morgen-und Abendopfer die vor dem Heiligthum dargebracht wurden. Ueber die Un»zulänglichkeit dieser Opfer vgl. Kap. 7 , 11. 9, 9.
12. 13. Vers. Diesen Priestern entgegen steht Christus, der ein ein.ziges vollkommenes, folglich genügendes Opfer dargebracht hat und seitdemfür immer Theil nimmt an der göttlichen Regierung (s. Kap. 1, 3 .) bis alleGegner seiner Religion besiegt sind.
14. Vers. S. V. 12. 9, 26.
15 — 18- Vers. Sinn: Was von der vollständigen Versöhnung durchdas Opfer Christi gesagt worden, wird auch von dem h. Geist bezeugt, der,durch den Propheten Jeremias sprechend, den künftigen Bund von dem älteren,