L74 VII. Abschn. i.Abth. Untersuchung
Nebeln zugleich in die Mittelflasche übergehen. DerGeruch dieser gewaschenen brennbaren Luft ist ebenfallsbrandigt und unangenehm, unterscheidet sich aber dochvon dem der aus dem Holze erhaltenen (H. 9Zg.); in ih-ren übrigen Eigenschaften kömmt sie dieser aber ziemlichgleich.
§. 1400.
In der Mittelflasche sammlet sich beym gehörigenAbkühlen ein kohlensaurer urinöser oder ammoniakalischerGeist, der mit dem emvyreumanschen Oehl zugleich über-geht, dadurch bräunlich gefärbt wird, und den empyreu-macischen Geruch erhalt; und zuleht legt sich bey verstärk-ter Hihe kohlensaures Ammoniak in concrerer Gestalt anden Wänden der Leitungsröhre und Mittelflasche an.Den Geist und das Oehl scheidet man vermittelst einesScheidecrichters.
§. 1407.
Dieser urinöse Geist entsteht offenbar aus der Auf-lösung des kohlensauren Ammoniaks in dem wesentlichenWasser der Knochen; und es kömmt jenes in concreterGestalt zum Vorschein, wenn nicht wässerigte Theile ge-nug mehr dasind, es aufzulösen. Der erhaltene urinöseGeist braust mit Säuren auf, und enthält also das Am-moniak in kohlensaurem Zustande, und muß es auch, dasich die Kohlensäure zugleich mit entwickelt (h. i zyy.).Ohne diese würde auch das Ammoniak nicht in fester Ge-stalt erhalten werden können, sondern es würde Ammo-niakgas bilden.
§. 1402.
Das erhaltene kohlensaure Ammoniak unterscheidetsich, wenn es von den anklebenden empyreumatischenOehltheilen gehörig gereiniget ist, durch nichts von ei-nem andern remcn kohlensauren Ammoniak. Beide, der
urinö-