-,2 54 VI. Mschn. z. MH. Allgem. Betracht.'
H. IZ72-
Wenn wir eine Uebersicht der bisher vorgetragenenErfahrungen über dieZergliederung derKörperdesPflan-zenreichs überhaript, und aller ihrer einzelnen nähern Be-standtheile besonders , anstellen , so finden wir, daß Licht-basis oder Brennstoff, kohlensaure Grundlage, Hydro-gen, und Grundlage der Lebenslust, oder nach dem Sin-ne der Antiphlogiftikcr, daß Kohlenstoff, Hydrogen undOxygen die hauptsächlichsten Bestandtheile aller und jederPflanzen, und aller ihrer nähern Bestandtheile ausma-chen, und daß der Unterschied der letztem von einanderin d^n mehrestcn Fallen von dem verschiedenen respectivenVerhältnisse dieser Grundstoffe gegen einander abhängt.Nur in einigen, besonders gearteten, nähern Bestandthei-len macht auch noch das Azote einen wesentlichen Grund-stoff aus, wie im Kleber und dem Eyweißstoff der Pflan-zen. Die übrigen feuerbeständigen Grundstoffe der vege-tabilischen Körper, nemlich feuerbeständiges Alkali, phos-phorsaure Grundlage und Erden, sind bey weitem derkleinste Theil in der Mischung der Pflanzen.
Um nun zu erklären, wie und wodurch die Pflan-zen wachsen, und wie sich die verschiedenen nähern Be-standtheile, die die Gemengtheilc der Pflanzen bilden,erzeugen, ist es nöthig, den Nahrungsstoff der Pflan-zen in Rücksicht auf seine Mischung mit den vorher ange-führten Grundstoffen zu vergleichen. Wenn wir gleichden Mechanismus nicht kennen, durch welchen die Pflan-zen ln ihren absondernden Gefäßen die zu ihrer Nahrungdu-nenden Grundstoffe zubereiten, verbinde» und tren-nen, so ist eä doch interessant, wenigstens zu wissen, wo-her die Pflanzen die Materialien zu ihrer und ihrer nä-hern Bestandtheile Mischung nehmen.
§. r Z74.