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Zweyter Theil (1794) Die botanische und zoologische Chemie
Entstehung
Seite
56
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56 VI. Abschn. 2. Abch. Untersuchung

§. lOOg.

Die weinsteinsaure Pottasche läßt sich ziemlich schwercrystallisiren. Man muß dazu die Lauge etwas mit Al-kali übersättigen, und dann nach der gehörigen Verdun-stung bedeckt an einem kühlen Ort hinstellen. NachRouelle gelingt diese Crysialüsirung am besten, wennman das Abtauchen bey einer Warme vornimmt, die den86ften Gr. nach Fahrcnh. nicht übersteigt. Die Cry-stalle stellen eine längliche vierseitige Tafel mit schief ab-gestumpften Enden vor, durchkreuzen sich aber gerne.Diese Crystalle sowohl, als das bis zur Trockne abge-rauchte Salz, ziehen an der Luft etwas Feuchtigkeit an.Es hat einen nicht sehr unangenehmen, mäßig scharfenund salzigten Geschmack, und braucht beym 50° der Wär-me Fahrenh. nach Gprelmann 2,264 Theile Wasser zuseiner Auflösung, vom siedenden noch nicht einmal glesiche Theile.

H. I00Y.

Im Calcinirfeuer laßt sich das weinsteinsaure Ge-wächöalkali ganz zersetzen; es brennt erst zu einer schwam-migten Kohle, und sodann zu einer weißen alkalischenMasse, die mit Säuren braust, wegen der Kohlensäure,die es aus der zersetzten Weinsteinsäure erhält. Bey ei-ner trocknen Destillation liefert es ähnliche Produkte, alsder Weinstein für sich allein (H. 1002.).

§. I 0IO.

Der tartarisirte Weinstein ist übrigens als ein wirk-liches weinsteinsaures Neutralsalz oder als ein Doppelsalzanzusehen, da man bey seiner Bereitung die überschüssigeund hervorstechende Säure des Weinsteins mit demjeni-gen Alkali völlig sättiget, welches er schon an und für sichrn seiner Mischung hat.

h. ron.