der Bestandth. der Körper des Gcwa'chsreichs. 5 5
auch, daß er, mit dem Mineralalkali und Ammoniak ver-bunden, wirkliche Doppelsalze liefere, da er vielmehr da-mit dreyfache Salze giebt. Man sahe diese Verbindun-gen des Weinsteines mit diesen Alkalien nicht, wie manwirklich thun muß, als Vereinigung seiner überflüssigenSaure mit den zugesetzten Alkalien, sondern als reineweinsteinsaure Neutralsalze an, eine Benennung, diedoch nur für die Verbindung der reinen Saure des Wein-steins mit den Alkalien dienen kann. Diese Verbindun-gen des Weinsteins sind schon seit sehr langen Zeiten mder Arzneykunst von sehr ausgebreitetem und nützlichemGebrauch, weswegen hier auch eine nähere Betrachtungderselben stattfinden muß.
§. 1007.
Die gesättigte Verbindung des gereinigten Wein-steins mit dem Gewächsalkali, heißt tarrarrsircer VOeM-steM (tgrtarus rartsrilgtus, §r. Drisslus), auch 1nlveAstsbils, ikiureticuln. BergMNN nennt sie slkaliveßstsbils tsrtsrilatnm. Am unschicklichsten ist die Be-nennung auflöslicher Weinstein (tartsrur loiubilis),weil sie auch auf die Verbindung des Weinsteins mitandern Alkalien paßt. Im System nennt man diesNeutralsalz jetzt weinsteinjanres Gewächsalkali (?v-tsülnum tLrtarolum, lartri; potsstas, cke
Man verfertiget den tartarisirten Weinsteinwegen der Schwerauflöslichkeit des Weinsteins am bestenso, daß man zu einer, in einem eisernen oder glasurtenirdenen Gefäße über dem Feuer stehenden, reinen laugedes Gewächsalkali soviel gepulverten Weinsteinrahm oderWeinfteincrystalle mischt, bis kein Aufbrausen mehr ent-steht, und die Sättigung vollkommen geschehen ist. Manseihet die noch warme gesättigte Auflösung durch, undraucht sie gemeiniglich bey gelindem Feuer ganz. bis zurTrockniß ab.
D 4 §- 1008-