238
Heringen von diesem Decanate, und d^er Köln. Diöcese getrennt,und dem neu errichteten Bisthum Roermonde übergeben. Unterdiesem bildeten sie seitdem die Krieckenbeckcr Christianität. Sichk.llizrpsnberA Hist. ece. Oeo. Fslri.is.
Durch die Bulle cls saluts vom Jahr 1821 sind die Pfar-reien der Cantone Kempen, Wankum und Dülken der Münstcr-schcn Diöcese überwiesen. Unter Köln blieben demnach Gladbach,Reith, Vicrssen und Suchtelcn. Noch häufig übrige Sümpfe,unter andern die sogenannten Raamcn, welche auch der gelehrteBilibald Pirkmaycr in suis uotis uä ^Itbnrneri Lrsntii kllit.Duciti S. 46 für Ucberbleisel der Mcnapischen Sümpfe hielt;ferner Ansicdlungen mitten in demselben (Donken,) machen cSmehr als wahrscheinlich, daß dieser Strich, als er zuerst venden Römern besucht wurde, von den Menapiern bewohnt war.^ul. dlnes. <l« LsIIo F»Il. VI. 5.
Ein Jahrhundert später wohnten hier die Gugerncr, viel-leicht ein , Stamm der Menapier? — Denn wenn jene, dieGugerner *) zu Gelb am Rhein bei Urdingcn ihre Sitze hat,ren, (D-lvit. List. IV. i4 und Z5.) und zugleich unter den er-sten Bundesgenossen des Batavus Civilis waren, so wird mansie hier suchen müssen. Dgl. Llaverii Oeinr. unti^. lUib. U.S. 18.
Aber welchen Gau bildete dieser Strich zu den Zeiten derFranken. Die Gegend um Gladbach hieß einstens der Mühl-gau, XlnlFaris. Helion US sti Duarentii tlurolas mggnus clecllteoolesiue lVlolensinni sea IVlulguvius, nano uppellunt gluäe-Iruoarn, vbi ssoerclotss Xlalguui ob inanclutionsin Uinigar»-rum kugientes et sab ksptisterii pstru chiloclieates tbesuurumssorarn, äeclerant xosteu L. Oerooi ^rebiepise. oocusio-riera uecliÜLunäi rnonusterinm, sagt Oelenins in lustis uä X.cliein Lag. Es ist kein Zweifel, daß Gelenius diese Benen-nung Mulgau für die Gegend von Gladbach in handschriftli-chen Labularien oder gar in Urkunden dieser Abtei gefundenhabe.
*) Sieh uns. Anmerkung zu 6eläub»oben.