Diöccs? Große Gelehrten bezweifeln cs nicht, daß Aachenunter Karl dem Großen zur Kölner Diöccse gehört habe.
Im eilftcn Jahrhunderte aber lag es ohne Widerspruch unterLüttich. Das Kloster Bnrdschcid war um diese Zeit zwischenKöln und Lüttich noch strittig.
Die GrLnze zwischen der Niers und der Maas bildete sichim zehnten Jalwhnndert durch Austausch. * **)
Daß sic sich gegen Norden nicht über die Waal erweiterte,daran waren die Bischöfe von Köln selbst Scbuld. Sie unter-ließen es dort, die Friesen zu bekehren. Daher konnten sie csauch nicht verhindern, daß der h. Bonifacius den bischöflichenSitz zu Utrecht einnahm und hier eine eigene Diöcese bildete.Vergebens berief sich der Kölnische Erzbischof darauf, daß dieFeste Utrecht (ti-ujsoUnn) mit der Küche der Kölnischen Tiö-ccse vom Fränkischen König Dagobert geschenkt wäre. Er
weis, daß damals die Divcesangranzen schon ausgebildct waren.Wergl. die döNutwiirs sllrae! in coclire probut eiip. 20 . püg 79.
Vergl. Noedmei' Di-«. Online« pri.eeipuorum juriui» /trrI,irpi«eop.
Lolvn. ONumxa» 175.; — Auch war der Erzpriester von Aachen imZähre 887 auf der Kölnischen Synode, mit den Achten von Corncly,Münster und Werden. Nruesentibu.« ^bbutibu« bievol»»!;» Ii>üen«irlVIoria.'Noril ^kxlullo ^Ver<1iNen5i«.AIi>ix>«Iei'il Eillinie et. Dolelia-
lio ^g»i«^ri>n> D.n-Uii /tlibulü. II. Lorx-N. 6errn. toi. 806.
**1Das Kloster Gladbach sag auf Lüttich'schem Diöcesanboden,ebenso Neith, Lobberich, Venlo, Pieglen gehörten ehe-mals unter Köln. Sieh unten vecuni.i »xelnelen. — Gelen ius clesümi,'-n-I. Oolnnia P-IPI. 69. theilt ein Bruchstück aus einem uraltenGräuzprotokoll mit, taS auf die Gräuzc zwischen der Niers und derNette paßt und vielleicht bei jenem Austausch ausgefertigt wurde.Merkwürdig ist cs noch, daß die Sage Dülken im Kölnischen zueiner Filial von Pirgeln im Lüttich'schcn macht. Eben so soll Gref-rath im Kölnischen eine Tochter von Lobbcrich im Lüttich'schcn seyn:Beweis, daß sich auch hier die Kölnische Diöcese ausgedehnt hat.
Schermbeck ist münsterisch gelegen, gilt doch für eine Filialdes Kölnisch gelegenen Drcvenich und gehört deshalb zur KölnischenDiöccse. Bon Lüttich sieh in der folgenden Note. Sieh auch Anmer-kung zu Gyscckc unter den Klöstern.