5V Febvre Feder
auf den 2. Februar. (S. Lichtmesse.) Der deutsche Name deS Februar»,Hornung, soll von kor (Koth) herstammen, weil in diesem Monate die Wegeaufzuthauen und daher kothig zu werden pflegen. Im Holländischen heißt er
8j>orirelmaen6.
Febvre (Frangois Joseph Le), s. Lc febvre (Fran?ois Joseph).
Fechter, Fechterstatuen. Einen besondern Kreis der Darstellungenin der Bildhauerkunst machten die Darstellungen der Fechter aus. Die Fechterbei den Römern (mit den Athleten oder Ringern nicht zu verwechseln) waren Skla-ven, welche zum Vergnügen der Vornehmen und des Volkes mit und ohne Waffengegm einander kämpften. Solche blutige Kämpfe, wo oft Fechter zu ganzenScharen auf einander losgelassen wurden, fanden bei religiösen Festen, sowie beigroßen Trauerbegängnissen statt. Die Griechen hatten in diesem Sinne keineFechter. Die berühmtesten Fechterstatuen sind: 1) der sogenannte Borghe -se'sche Fechter, welchen Winckelmann für einen.Diskuswerfer oder Krieger, Les-sing für den Chabrias hielt; Nibbp hält sie für eine Ecksigur in dem Giebelfeld-des Apollotempels in Delphi, welches die Niederlage der Gallier, die einen Ein-fall in Griechenland gewagt hatten, darstellt, und zwar für einen Gallier. Es istein Kämpfer, der einen Angriff nach oben zu abwehrt, mit gespannten Muskeln;eine Statue ersten Ranges, von feinkörnigem Marmor gearbeitet und im Capitelaufgestellt, auch ISIS aus Paris wieder dahin gebracht. 2) Der sogenanntesterbende Fechter, der aus der Ludovisi'schen Sammlung in das Uu,eum oapi-tolinuni gekauft wurde; es ist ein sterbender Kämpfer, nach Aoega ein Barbar, dereine Wunde in die Brust empfangen und mit Ingrimm im Gesichte in Begriff istniederzusinken. Der Knebelbart, der Strick um den Hals sind vielleicht Werk desmodernen Ergänzers, Mich. Angelo.
Fechtkunst, die Kunst des geschickten persönlichen AngreifenS und Ver-theidigens, besonders durch Degen und Schwert. Sie kann nicht bloß im Fall deswirklichen ernstlichen Kampfes, sondern auch zur Stärkung und Geschmeidigungdes Körpers durch regelmäßige Bewegungen, ja selbst zur höher» Belustigung, alsvollendete Darstellung eines wechselseitigen Kampfes, angewendet werden, und nä-hert sich hierdurch der schönen Kunst, obgleich die Bewegungen des Körpers nichtfrei, sondern durch den Zweck des Angriffs und der Vertheidigung sehr beschränktsind. Die Franzosen haben es in dieser Kunst vorzüglich weit gebracht. Die Werk-zeuge, deren man sich zur bloßen Übung bedient, sind stumpfe Degen - oder Säbel-klingen , an der Spitze mit Knöpfen versehen, und heißen Rappiere. S. Schmidt's„Lehrschule der Fechtkunst"; der beste Unterricht ist aber hierin der praktische.
Fecialen, s, Herold.
Feder. Die Federn, das charakteristische Eigenthum des Vogelgeschlechts,bestehen, ihrer äußern Bildung nach, aus dem Kiele und der Fahne. An demKiele unterscheidet man: die Spule, eine runde, durchsichtige, hohle, hornartigeRöhre, gleichsam die Wurzel der Feder; und den Schaft, welcher elastisch ist undaus einem weißen, trockenen und sehr leichten Marke besteht. In der Spule findetsich ein häutiges Gefäß (Seele der Feder), welches aus lauter ineinandergescho-benen Trichterchen oder Bläschen besteht, die mit einander Gemeinschaft haben.Oben endigt es in einer Rohre, unten aber steht es, mittelst einer kleinen Öffnungdes Kiels, mit der Haut des Vogels in Verbindung, und ist wahrscheinlich dasWerkzeug, wodurch der Feder die Nahrung zugeführt wird. Der Schaft ist zu bei-den Seiten mit gleichlaufenden, dicht nebeneinanderstehenden Fasern besetzt, de->en jede wieder einen kleinen Schaft mit ähnlichen kleinen Seitenfäserchen ent-balt. Diese Bekleidung des Schafts nennt man die Fahne, und sie ist bei denFlügelfedein an der einen Seite breiter als an der andern, bei den übrigen aber anbeiden Seiten gleich. Die Fasern sind mit Härchen und Häutche» besetzt, mittelst