haben an einigen Orten noch einfacher dieselbe Wir-kung auf dem nassen Wege hervorgebracht. Die er-
im freudigsten Grün glänzte. Jener immerglühende Ofenspeit einen Bimsstein - Sand aus , der dennoch fruchtbarist, und, obwohl durch langes Glühen ausgedörrt, dochmancherlei Saamcn, die auf ihn fallen, bald entwickeltund so mit grosser Geschwindigkeit wieder herstellt, waser kurz vorher verheert hatte. Welche seltsame Aus-nahme von der allgemeinen Regel der Natur, dass eineinziger Berg so heftig wiithet, dass er durch Verände-rungen im Luftkreis so viele Theilc der Erde schrecktund offenbar seine eigne Substanz so mächtig nach allenRichtungen hin ausstreut, und dennoch keinen Verlustdadurch zn erleiden scheint. Weit und breit lässt erStahb regnen; in der Nähe schleudert er andere Mas-sen umher, und erhält sich doch so viele Jahrhunderteals Berg, während er sich durch so viele Auswürfe ver-zehrt! Wer sollte glauben, dass so ungeheure Schollen,die bis in die Ebene hinabgcschlcudcrt wurden , aus sotiefen Schlünden herauf gehoben und durch einen ausdem Munde des Bergs hervorw ehenden Dunststrom, wieleichte Spreu, fortgeweht worden seyen ? Anderswo schei-nen grosse Höhen der Erde nur örtlich zu brennen; diesesBerges Brand war fast der ganzen Erde bemerkbar. Wiesollen wir also nicht den Einwohnern glauben, was fastdurch das Zeugniss Aller klar vernommen werden kann.Darum, wie gesagt, wähle Eure Klugheit einen Solchen,der nicht nur den Beeinträchtigten zu Hülfe kommt,sondern auch keinen Untcrschleif gestattet. A. d. V.
’) I. Maria dclla Torre (Geschichte und Begebenheitendes Vesuvs von den ältesten Zeiten bis zum Jahr 1779.a. d. Ital. von L... Altenb. 17S3) setzte schon garkeinen Zweifel in die älteren Nachrichten von Strömenglühenden Sandes. Bei Gelegenheit der Erupzion von