174
mals aber in solchen, deren Wärmegrad geringer war.Seine Gegenwart verrätli sich schon hinreichend durchseinen eigentümlichen Geruch: dessen ungeachtethaben wir mit Hülfe des Hygrometers figio - igro-metroj und des Aetz - Kali’s uns desselben noch be-stimmter zu versichern gesucht. Die auf dem erstenWege gewonnene Flüssigkeit hatte einen starken Ge-ruch nach schwefeliger Säure, und färbte das Lack-muspapier stark rotli; gekocht verflüchtigte sich einTlieil der Säure , und was übrig blieb , war Hydro-chlorsäure, welche die sehwefelige Säure in denRauchsäulen begleitet.
Kohlensaures Gas.
Das kohlensaure Gas entwickelt sich sehr häufigin «den Rauchsäulen der phlegräischeti Gefilde inGesellschaft des hydrochlorsauren Gases; in denRauchsäulen das Vesuvs hatten wir es aber niemalsentdecken können. Erst nach dem grossen Aus-bruch im Oktober 1822 fing es an, sich in den Rauch-säulen derjenigen Laven zu zeigen , deren Tempera-tur unter ioo° heruntergesunken war. Um uns vonseiner Gegenwart zu vergewissern, bedienten wir unsder gewöhnlichen Mittel, nämlich des Hygrometers(igio - igrometro) und^des Aetz-Kalis. Das auf demersten Wege gewonnene Wasser enthielt ein Gemischvon Kohlensäure und Hydrochlorsäure, denn imWasser aufgelöster Baryt, salpetersaurer und liydro-chlorsaurer Baryt bewirkten einen Niederschlag, derin verdünnter Salpetersäure auflöslich war: das
salpetersaure Silber gab einen Niederschlag, der inder Salpetersäure nicht, wohl aber im flüssigen Am-