Druckschrift 
Der Vesuv in seiner Wirksamkeit während der Jahre 1821, 1822 u. 1823
Entstehung
Seite
167
Einzelbild herunterladen
 

167

V

jenlgen, welche aus den Spalten der Lava strömten.Letztere waren bei anserm Besuch, am io. und 11.

her die Lage der Letztem meist unfern der Küsten , unddie grossen Zeiträume, worin die mächtigen Ausbrüche der-jenigen Vulkane aus einander zu liegen pflegen, welchevon den Meeresküsten bedeutend entfernt sind (in derAndeskette). Diese Erscheinung bei den zuletzt genann-ten Vulkanen möchte sich aber auch wohl dadurch nochbesonders deuten lassen, dass gerade diese ihre JNahrungvorzüglich dem atmosphärischen Wasser zu verdankenscheinen, welches ihnen vielleicht nur in geringererQuantität auf einmal dargeboten wird. Zum Beweiseder Verbindung dieser Vulkane mit dem atmosphärischenWasser kann, wenigstens die von Hum b o 1 d tsclieBeobachtung dienen, dass kleine essbare Fische, vonden Spaniern Prennadillas genannt ( Pimelodes Cyclo-pum ), die in den Bächen des Königreichs Quito gefangenwerden, auch von den dortigen Vulkanen, mit Wasser undin tuifartigen Schlamm eingehüllt, ausgeworfen werden.

Es mögen also Wasser beiderlei Art durch Poren,Klüfte und Spalten einsickern bis zu- derjenigen Tiefe,wo die Metalle und Metalloide in der Erdmasse gelagertsind: sie mögen sich dort in vorhandenen Bäumen sam-meln und zugleich in chemische Wechselwirkung tretenmit jenen Stoffen, welche schon durch die eigenthüm-liche innere Erdwärme bedeutend erhitzt sind und da-durch die Zersetzung des Wassers ungemein begünstigenund erleichtern: es mag hierbei das frei werdende Wasser-stoffgas ( (vielleicht auch Wasserdampf selbst, der nichtzur Zersetzung gelangte,) wenn es sich in solcher Mengegebildet hat, dass die mehr oder weniger hohe undfeste Decke oder der nur von einer früheren Erkaltungverstopfte Schlund eines Vulkans den Expansivgewaltcnjener luftförmigen Flüssigkeit (und des Wasserdampfs)