Schwefel.
Der Schwefel, im gasigen Zustande, entwickeltesich in beträchtlicher Menge aus dem Krater in denMonaten Oktober und November 1821 ( §. 4 -)• Vondiesem Zeitpunkte an , bis zum Ausbruch im Oktober1822 war in den Rauchsäulen des Vesuvs kein Schwe-fel. mehr vorhanden : derselbe erschien aber zu An-fang November desselben Jahres wieder 4 und zwar in
kane ist gewiss die Davy’sche in dem blossen Umrisse,dass der Grund der vulkanischen Wirkungen in der Oxy-dation der Metalle und vorzüglich der Metalloide zusuchen sey, diejenige, welche allen Forderungen amv meisten genügt*.welche alle Erscheinungen am Vollstän-digsten und Einfachsten erklärt.
A. von Humboldt (Ueber den Bau und die Wir-kungsart der Vulkane. Berlin. 1823. S. 32.) drückt sichdarüber folgendermassen aus: »Es ist oft die Frage aufge-worfen worden, was in den Vulkanen brenne, was dieWärme errege, bei der Erden und Metalle schmelzendsich mischen. Die neuere C h cm i e antwortet: was dabrennt, sind die Erden, die Metalle, die Alkalien selbst,das heisst, die Metalloide dieser Stoffe. Die feste., be-reits oxydirte Erdrinde scheidet das umgebende sauer-stoffhaltige Luftmeer von den brennbaren unoxydirtenStoffen im Innern unseres Planeten. Die Erfahrungen,die man unter allen Zonen in Bergwerken und Höhlengemacht und die ich mit Herrn Arrago in. einer eige-nen Abhandlung zusammengestellt beweisen, dass schonin geringer Tiefe die Wärme des Erdkörpers um vieleshöher, als an demselben Orte die mittlere-Temperaturdes Luftkreises ist. Eine so merkwürdige und fast all-gemein bewährte Thatsachc steht in Verbindung mitdem, was die vulkanischen Erscheinungen uns lehren.Laplace hat sogar schon die Tiefe zu berechnen ver-