§. 72. Dio innere Wund dos grosseil Scldiindeshot keine Sublimationen dar: es erschienen aber vieleRauchsäulen an jener Seite, Welche nach Bosco hin-sieht. Es waren keine Spuren der Lavastrüme zusehen, welche bei den verflossenen Ausbrüchen ausdiesem Schlunde hervorgegangen waren, auch liesssich die Struktur des Kegels nicht bestimmen, dafeiner und grober Sand alles bedeckte, dergestalt,dass man kein anderes Zeichen vulkanischer Wirk-samkeit während dieses Tages erblickte , als dieSandwirbel , die in Gestalt von Flocken sichtlichaus dem Feuerheerde aufwallten, und denen einleichtes Geknall vorangieng. Nachts war der innereKrater wie von tausend hin und wieder zerstreutenFeuern erleuchtet: lichtstralende Würfe tauchten ausdem Grunde des Beckens, überstiegen aber nieden Rand des Kraters.
War der Schlund in Thätigkeit, so glich er einergrossen Spalte im Boden des Kraters, die sich nachden Windungen desselben richtete. Der Mittelpunktder Thätigkeit aber ist am östlichen, tiefsten, nachBosco gerichteten Rande.
Auf dem äusseren Rande des gegenwärtigen Kra-ters haben wir zwei verschiedene Arten von Rauch-säulen beobachtet, wovon die einen sclnvefeligsauresdie andren hydrocblorsaures Gas und Schwefel aus-hauchten. Die ersteren kamen aus Spalten, worin dieTemperatur des Rothglühens herrschte, die andernaus solchen, deren Erhitzung nicht viel über ioo°betrug, letztere waren jedoch nicht häufig.
Die Dünste beider Arten von Rauchsäulen wur-den auf folgende Weise gesammelt; einmal, indem