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Der Vesuv in seiner Wirksamkeit während der Jahre 1821, 1822 u. 1823
Entstehung
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Die grosse Wolke, welche in der verflossenenNacht vom Nordwcstwinde auf die lliigel von Castella-mare und Capri geworfen worden war, fand sichnoch in derselben Richtung , aber weniger ausgedehntund weniger dunkel.

§. 5o. Gegen zwei Uhr Nachmittags erblickteman zwischen dem steilen Abhang des Vesuvs undCamaldoli elella Torre den ersten schlängelndenBlitz , der aus der Höhe des Himmels hervorzubrechenschien. Er kam weder aus der Pinie, noch aus deroben beschriebenen Wirbelwolke, sondern aus demzwischen beiden befindlichen Tlieile der Atmosphäre,welche nicht von Wolken, sondern von dem leich-testen und feinsten Sande erfüllt schien. Auf denersten folgte bald der zweite, dann der dritte Zick-zack, welchem darauf unzählige aus derselbigen Ge-gend, und immer ohne Donnergekracli, folgten.

§. 5i. Ein Regen von Sand, welchen die Pinieund der Wind unaufhörlich in den Himmel trieben,senkte sich ringsum über die ganze Landschaft, vor-züglich auf Neapel, über welchem der Gipfel derPinie zu wehen schien: der Berg fuhr fort seineLavaströme zu ergiessen, und schien durch seineErschütterungen und sein Gebrüll anzuzeigen , dasser sich auf noch furchtbarere und noch verderbli-chere Szenen vorbereite.

Die Schnelligkeit der vielen Lavenströme war sogross, dass sie in i5 Minuten ungefähr vom Randedes Kraters längs der Seite des Kegels auf die Ebeneder Pedamcnlina gelangten, wo sie einen andern