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Der Vesuv in seiner Wirksamkeit während der Jahre 1821, 1822 u. 1823
Entstehung
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hatten die erschrockenen Einwohner grösstentheilsihre gefahrvollen Wohnungen verlassen , als der An-hruch des neuen Tages und der beruhigtere Zustanddes Berges ihnen den Mutli gab, zu ihren Häusernzurückzukehren, und deren Dächer und vorspringendeLauben von der Last der Schlacken zu befreien,durch welche der Boden ringsumher um fast 4 Zolleerhöht worden war.

Die Morgenrötlie brach bereits an, als der Vul-kan , welcher auf seiner östlichen Seite beruhigtschien, auf der westlichen mit verstärkter Tliätigkeitzu wütlien begann. Die Feuersäule zeigte sich fort-während, jedoch weit schwächer als anfangs; neueLavabächlein erschienen über dem Krater und rannenden westlichen und südlichen Abhang des grossenKegels hinab. Als aber die Lava nachzulliessen auf-hörte, erneuerten die Feuermündungen ihre Aus-würfe von Sand und Rauch mit solcher Gewalt, dasssich dieselben in eine ungeheure, dunkle, nach allenRichtungen des Horizonts ausgebveitete formlose Wolkevereinten, welche vom Nordwestwinde in die Rich-tung von Bosco und Pompeji getrieben, sich überdie unten gelegenen Gebirgsliöhen erhob und fürsich ihren Weg durch den obern Himmel fortsetzenzu wollen schien: die höchste Spitze des Bergrückensvon Castellamare, bis wohin sich die Wolke erstreckte,schieij sie mit elektrischen Kräften zur Erde zurück-zurulen, und zwang sie, sich über die Hügelreihevon Sorrento hinabzusenken. Die unzusammenhän-genden Bestandtheile der Wolke lösten sich in einenungeheuren Steinregen auf, und bedeckten und ver-bargen vor unsern Augen die Küste von Sorrento