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Der Vesuv in seiner Wirksamkeit während der Jahre 1821, 1822 u. 1823
Entstehung
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bei Nacht manche feurige Szene; immer mehr ver-stärkten sich die Auswürfe flüssiger Massen, undzeigten klärlich an, dass die Lava sich immer mehraus ihrem Kessel erhob, und sich dem obern Randedes vulkanischen Schmelztiegels näherte. Gegen deni 5 . bis 21. Oktober wurden diese Auswürfe besondershäufig.

In der Nacht, welche dem 21. Oktober voran-gieng, traten mehrere Anfälle von Erdbeben ein,und machten den Boden auf eine Entfernung vonungefähr 8 Meilen rings um den Berg erheben. SeinGipfel erschien von schwarzem, dichtem Rauch um-zogen , der sich allmälilig in die Höhe warf und unterdie Wolken mischte. Auf dem Krater sah man baldzwei, bald drei dicke Rauchsäulen gegen Südostliervorbrechen, woraus sich mit Recht auf eine gleicheThätigkeit in den drei Schlünden schliessen liess.

§. 45 . Der 21. Oktober 1822. Um den Mittagdes 21. Oktobers sah man endlich die Lava auf demsteilen Absturz der östlichen Erhebung des Kraterserscheinen , und in zwei kleinen Bächlein auf ihrerungleichen Oberfläche sich verbreiten, bis zuletzt,beide vom Rande des Kraters herabstürzend, das eineseinen Lauf auf dem Abhänge des grössten Kegels inder Richtung nach Resina und Torre del Greco ,das andere nach der Einsiedelei del Salvadore in derRichtung nach den Cantcironi nahm. Die Lava ver-mehrte sich gegen 4 Uhr Nachmittags, und die beidenBächlein strömten an den Abhängen des Bergesweiter, ohne jedoch bis über die Pedamentina hinauszu gelangen.