Diejenigen Effloreszenzcn, welche wir auf demVesuv beobachtet haben , waren :
Chlor-Natrium und Clilor-Kalium, hydrochlorsau-res Eisen und liydrochlorsaures Kupfer, Ver-bindungen der Schwefelsäure mit Kali, Natron,Kalk, Eisen und Kupfer, Schwefelsäure Kali-Thonerde und liydroclilorsaures Ammoniak (21).Dieselbe Prddukte finden sich auch sämmtlicliin den phlegräischen Gefilden.
Es verdient bemerkt zu werden, dass auf demVesuv das Haupt-Agens bei der Bildung der Efflores-zenzen der Wärmestoff zu seyn scheint , in denphlegräischen Gefilden aber die Feuchtigkeit.
Diese drei hier geschilderten Thätigkeiten, näm-lich : die Bildung auf der Stelle, die Sublimirungund die Eflloreszenz, welche die Natur anwendet, umeine so grosse Menge von Substanzen hervorzubringen,oder sichtbar zu machen, sind nur selten einzelnwirksam, und die Stoffe entmischen und mischensich, so wie sie in den Kreis der Verwandschaftentreten, nach den allgemeinen Gesetzen der Chemie.
a 4 ) In den meisten Fällen tragen die von der Na-tur also gebildete Substanzen die Form einer schönenKristallisazion : am meisten kommen sie nadel-, feder-,rosenförmig etc. vor, oft aber vervollkommnen sich dieFormen und gehen in Oktaeder, Würfel, Prismenüber. Durch eine aufmerksame Beobachtung des
21) Dieses letztere Salz hat sich auch in den Laven desgrossen Ausbruchs im Monat Oktober 1S22 gezeigt, wiewir an seinem Orte sehen werden.
A. d. V.