58
oben (§. §. 4- und 5.) im Oktober des verflossenenJahres die Gegenwart des Schwefels und der Ilydro-clilorsäure bei einer wenig unter ioo° betragendenTemperatur nacligewiesen. Wir haben ferner be-merkt (§. 21 .) dass die schwefelige Säure sich nur beider Berührung mit der Atmosphäre und bei einer zuihrer Verbrennung erforderlichen Temperatur bildenkönne (*). Andere Beobachtungen lxahen uns auf eineallgemeine Erfahrung geleitet, nämlich auf diese,dass der Schwefel sich nur dann zeigt, wenn dieOberfläche des Kraters ein wenig unter ioo° Hitzezeigt; dass die schwefelige Säure sich nie bei einerTemperatur erzeugt, welche geringer ist als zu ihrerVerbrennung erfordert wird (**); endlich dass dieHydroclilorsäure sich bei allen Temperaturen ent-wickelt.
Wach allem diesem sind wir gewiss nicht ge-meint, den Vesuv in die Klasse der Vulkane mitHydroclilorsäure, noch die Solfatara in jene derVulkane mit schwefeliger Säure zu setzen.Eine Reihe von Beobachtungen und Versuchen ,welche wir an den Rauchsäulen dieses halb erlosche-nen Vulkans vorgenommen haben, hat uns gezeigt,dass dieser Rauch durchaus keine schwefelige Säureenthält, wohl aber Hydroclilorsäure, sowohl freie alsgebundene, Kohlensäure und Ilydrothionsäure ( 18 ).
*) Es ist liier wohl ohne Zweifel von der Temperatur dieRede, wobei der Schwefel verbrennt.
A. d. U.
*’) Vergl. vorstehende Anmerkung.
A. d. U.
18) Andere Versuche an den Rauchsäulen der Solfatara ha-