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§. 38. Wenn man die Vulkane Kampaniens un-ter bestimmte und ausscbliessendc Rubriken bringenwollte, so könnte man sie eher in drei Klassenbringen, welche durch das Vorherrschen des Felil-spaths, des Leuzits oder des Augits in ihren Produk-ten bezeichnet würde. Man hatte demnach :
1) Trachyt-Vulkane. Die ältesten Feuerberge
Kampaniens und jene der phlegräischen Ge-filde.
2 ) L euz i t-Vu 1 ka n e. Der alte Vulkan von Som-
ma, und jene von Rocca Monfina, welchejünger als die tracliytischen scheinen.
3) Augit-Vulkan e. Der Vesuv , welcher der
jüngste von allen ist (* *).
Kehren wir zum Krater zurück. Dieser, welcherauf seiner ganzen Oberfläche kein Atom von Schwefelzeigte, war dafür mit einer gelben erdigen Substanz
ben uns überzeugt, dass die angebliche schwefeligeSäure nicht aus der Zerlegung der Hydrotliionsäure ent-steht , wie man bisher geglaubt hat, und dass dieseSäure sich nicht nur dort nicht bilden kann, sondernauch in keinem Produkte vorkommt: dass endlich, wennsich wirklich Schwefelsäure frei oder gebunden vorfindet,diese den gegenwärtigen Rauchsäulen ihr Daseyn nichtverdankt.
A. d. V.
*) Ein ganz ähnliches Verhältnis in dem relativen Alterscheint auch bei den ausgebrannten Rhein- und Eifel-Vulkanen zu bestehen, so dass auch hier die Tracliyt-Vulkane die ältesten, die Leuzit-Vulkane die mittel-zeitigen und die Augit-Vulkanc die jüngsten sind.
A. d. U.