Druckschrift 
Der Vesuv in seiner Wirksamkeit während der Jahre 1821, 1822 u. 1823
Entstehung
Seite
57
Einzelbild herunterladen
 

OelTnung von 5 bis 6 Fuss Durchmesser hatte sichin der Tliat neben dem Rande des grossen schrä-gen Schlundes ebenfalls schräg gebildet, undzwar in dem §. 27. beschriebenen Einschnitt: sie bil-deten mit den beiden schon vorhandenen Höhlungenein Dreieck. Die Achse der kleinen schrägenOeffnnng neigte sich gleichlaufend mit jener desgrossen Schlundes, welches anzeigt, dass beide(Jeffnungen demselben Feueiheerde angehören, wel-cher sich iin Grunde des grossen senkrechtennun zerstörten Schlundes befindet, von dem sichnur die beiden beschriebenen Höhlungen erhaltenhaben. Es scheint demnach, dass sich der Feuerheerdgar nicht geändert hat, weder während der Ausbrüchevon 1820 und 1821 noch in jenem vom Februar 1822.Es bleibt noch zu bemerken, dass auch diejenigeLava, welche aus dem Kegel des Coutrel hervor-brach , innerhalb des Berges aus jenem grösserenKegel herabfloss, das lieist, der Ausbruch hatte den-selben Hecrd, welcher bei dem leztern Paroxismusdie Lava hergab. Das höhere Horn der Gabel wardem Einsturz sehr nahe: es hatten sich viele Rissegeöffnet, alle im Innern glühend und schwefelig-saure Dämpfe ausströmend. Der Grund des grossenschrägen Schlundes war von dichten Dämpfenderselben Art angefüllt, und aus der Tiefe leuchtetedie rothe Glutli.

§. 57. Ungeachtet der Krater auf allen PunktenStröme von schweleligsauren Dämpfen ausstiess, so wardennoch nicht ein Atom von Schwefel zu sehen. Hierdie Erklärung dieser wichtigen Thatsache. Wir haben