lieh Ilydrochlorsäure ausdünsten rnögte, die unserenÜntersuelmngcn IjIoss entgangen wäre, dass dannauch diese in der Berührung der Luft sich gebildethaben müsse. Daher konnten wir denn auch in demglühenden Lavateig selbst durchaus keine Saure auflin-den , weil sie, so wie sie sich bildet, durch die Hitze inGasform vreggerissen w ild , und es ist also nicht zuverwundern, dass die sauren Substanzen sich nur ansolchen Stellen der Lava voi'fandcn, deren Tempera-tur unter jener des Rothglühens war.
Die auflöslichen Substanzen , welche sich in denglühenden Lavastücken vorfanden , waren dieselben ,welche sich bei Behandlung der glühenden Lavamas-sc während des Fliesscns darstellen Hessen. (§. iG.).
Wollte man eine Erklärung über die Entstehungder sclrfvefeligen Säure in der Lava verlangen; sowürde man (auf dem jetzigen Standpunkte unsererchemischen' Kenntnisse) annehmen müssen , dassfreier Schwefel oder Schwefel enthaltende Körperauch in der fliessenden Lava enthalten wären , aberwenn dem also w äre , w r ic käme es denn , dass ihreDämpfe durchaus nicht sauer sind? Um diese Fragenur einigermassen genügend z,u beantworten, müssteman annehmen, dass die schwefelige Säure, welchesich in der Rothglübhitze gebildet hatte, so sehr ver-dünnt worden wäre, dass sie durchaus keinen merk-lichen Einfluss auf die gefärbten Papierstreifen mehrüben könnten, die man ihr Vorhalten mögte, unddass die von uns untersuchte Lavamasse jene Säureso schnell verloren häLte, dass nicht genug davonübrig geblieben wäre, um beim Versuch im Wasseraufgelöst zu werden.