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von schwefeligsauren Dämpfen so schnell hervor) dasswir in Gefahr waren davon zu ersticken.
§. 22. Nachdem wir diese Wanderung vollendethatten , begaben wir uns an den Kopf des Lavastroms,und näherten uns dort einer horizontalen Spalte,einem kleinem Ofen ähnlich, wodurch man das In-nere in Rothgliihhitzc sehen konnte. Der Eingangin diese Oetfnung war so heiss, dass das Thermome-ter die Grade der Hitze anzugehen unfäligig war: dieMasse der sclnvefeligen Säure war aber so gross,dass man sich nicht ganz der Oeffnung zu nahenwagen durfte. Dm indessen den Grad der Hitze un-gefähr zu bestimmen , stiessen wir eine Eisenstangehinein, welche in wenigen Minuten rothglühend wurde.Es wurden aus der Tiefe der Spalte glühende Stückeallgelöst und mit dem Lackmus in Berührung ge-bracht, ohne eine Acndcrung seiner Farbe zu bewir-ken; wenn man dagegen einfach heisse Stiike ausdem Innern der Spalte nahe hei ihrer Mündungwählte , so wurde das Lackmus sogleich gerütliet.
Diese oft wiederholten Versuche überzeugtenuns, dass die Lavamasse im Zustande der ltothgl üh-hitze keine freien Säuren enthält; was auch bereitsdui'ch die frühem Versuche (§. 16.) bewiesen wurde.
Es scheint demnach, dass keine freien Säuren inder Lava Vorkommen , so lange sie üiesst und ebenso wenig in der nicht mehr fliessenden, so langesich dieselbe in dem Zustande des Rothglühens be-iindel; dass f reie Säuren sich aber auf ihrer Oberflächeunter Begünstigung oder auf Kosten der atmosphä-rischen Luft zeigen, und dass wenn die Lava wirk-