za kommen, Wir Waren aber kanm auf den nörd-lichen Rand des Kraters gelangt, als ein Regen vongrobem, brennendem Sande und von glühendenSchlacken, der uns zu erreichen drohte, uns auf die-ser Stelle festhielt. Der Roden erzitterte unter denDonnerschlägen, die aus dem feuerspeienden Schlun-de hervortönten, und von Sekunde zu Sekunde sichwiederholten, und so mussten wir unseren Rückwegantreten. ohne irgend eine Beobachtung gemacht,ohne irgend etwas gesammelt zu haben.
§. 12. Die Morgenröthe des 24. Februars fiengschon an, das Licht des Vulkans zu schwächen, unddas Gestirn des Tages erhob sich langsam hinterdem Berge: sein Glanz aber war nicht der der auf-gehenden Sonne. Die Wölkchen von Asche undRauch , welche den entzündeten Berg umhüllten,waren wie ein Flor über die Sonnenscheibe ge-breitet uud kündigten gleichsam die Trauer der Naturan: das Sonnenbild, bluthrolh , leuchtete mit düste-rem Lichte und malte mit trübem Schimmerden Him-mel und das Antlitz des Meers. Das war die Morgen-röthe dieses Tages am Horizont von Neapel. .
Hatten diese verschiedenen Szenen unser Ge-müth vielfach angeregt, so war unsere Wissbegierdedagegen sehr schlecht befriedigt worden, da es unsdurchaus an Gelegenheit zu wissenschaftlichen Beob-achtungen fehlte. Wir verliessen darum die Ein-siedelei, wo wir einen Theil der Nacht zugebrachthatten, und verfügten uns an den Lavastrom, umeinen oder den andern Versuch zu machen. DerLavastrom zeigte sich nirgend üiissig : seine Ober-