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war. Am i5. Januar spielten die innern Wändebeider Mündungen mit allen Farben des Regenbo-gens: diese Abstufung der Farben rührte von denDämpfen der Ilydroclilorsäure, welche mit dem Eisenund dem Kupfer, die sie auf ihrem Wege antreffen,Verbindungen eingelien, und alle mögliche Mischun-gen zwischen diesen Salzen und den Eisenoxydenhervorbringen.
Was aber noch bemerkenswerther erscheint, istder Umstand, dass sich in dem Boden des schrä-gen Schlundes eine Lage von Schnee befand, dersich daselbst vor zwei Tagen angehäuft hatte. UnserFührer, Salvadore Madonna (*) durch die Ruhedes Vulkans ermuthigt, stieg in den Schlund hinab,und holte eine Quantität Schnee, mitten aus demFeuerreich, herauf. Das Schneelager war etwa i5Fuss lang, g bis 10 Fuss breit, und einen Fuss dick.Der Schnee hatte einen leicht salzigen Geschmack:geschmolzen rüthete er das Lackmuspapier nicht, undzeigte mit Reagenzien behandelt einen ganz unbe-deutenden Gehalt an Chlor-Natrium (Kochsalz). DieErhaltung des Schnee’s in einem feuerspeiendenSchlunde ist eine Thatsaclie, welche unwidersprech-
*) Nach dein Berichte aller neuern Reisenden ist Salva-dore Madonna ganz vorzugsweise durch seine Lokal-kenntniss, Treue und Beherztheit als Führer am Vesuvzu empfehlen. Nicht selten trifft man unter den Leuten,welche sich als Führer bei dem Feuerberge anbieten ,ausgemachte Taugenichtse; Klagen über Bedrückungender verschiedensten Art, denen Reisende von denselbenausgesetzt waren , sind sehr allgemein.
A. d. ü.