Eine solche Erscheinung liess uns die baldige Wie-derkehr eines neuen Ausbruchs mit Bestimmtheit er-warten (*).
Und wirklich öffnete sich am 7. Januar ein wei-ter Schlund am Fuss des höchsten , in der Nähedes Coutrel’schen Kegels. Diese neue Mündung,welche ungefähr 5 o Fuss Durchmesser und 60 FussTiefe hatte, warf eine grosse Masse von Schlackenaus, und beruhigte sich , nachdem der ganze Kegelin sie hineingestürzt war. Wenige Tage nachherwar ihre ganze innere Wand mit den schönsten Blü-then , Sintern und röhren- und warzenförmigen Sta-laktiten von einem ausserordentlich weissen Salzebedeckt.
§. 8. Dieses Salz hatte den Geschmack desMeersalzes, mit einigem Nachgeschmack von Bitter-keit; es dekrepitirte nicht am Feuer, wie das übri-ge Chlor - Natrium des Vesuvs. Wasser lösete esbei der gewöhnlichen Temperatur leicht auf, mitAusnahme eines kleinen, kaum merklichen Theilsvon Schlackenstaub, welcher dem Salz fremd war,und der Wand angehörte.
Ein Theil der Auflösung blieb von der Beimi-schung des basischkohlensauren Kali’s ungeändert:
*) Diese Abnahme cler Quellen ist ein gewöhnliches Vor-zeichen von Eruptionen t sie "kann wohl nur aus einemanhaltenden Einsaugungsprozess in den unterliegendenHöhlen durch Luftverdünnung erklärt werden. Vergl.Monticelli in von Leouhard’s Tasclienb. f. d.ges. Min. XIV. 1. S. 87.
A. d. U.