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fen mußte. Die übrigen Protestanten wurdengepfändet, Pferde und Kühe und Wein undTuch wurden ihnen abgenommen, und denGeistlichen zu Roermono und Brüggen ge-schenkt.
i6zy war Reinerus Stephanus hier Pre,diger. Er stand erst in Oberkrüchten; mußteaber wegen der spanischen Verfolgung fliehenund die Gemeinde sah ihrem Untergang entge-gen. Bei seinem Abzüge trug die Gemeinde zuOberkrüchten ihrem fliehenden Prediger zu et-waiger Belohnung ihrCommuniongeräthe, alseinen silbernen Becher und silbernes Brodkist-chen als Geschenk an, mit den Worten: siegönnte es ihrem Prediger lieber, als ihren Fein-den den Spaniern. Stephanus nahm dasGeschenk, entfloh und kam nach Kaldenchirchenund Bracht, wo man ihn als Prediger an-nahm. Hier lebte er in ziemlicher Ruhe, vol-lendete auch seine Tage. Seine Asche ruhtnoch unter einem Steine, mir feines NahmensJnnschrist auf dem Kirchhof zu Kaldenkirchen.Sein Sohn war nach Otzenrath auf einemBaurenhof verheirathet, dessen Familie nochlebt; ein gewisser Remerus Stephanus lebtdaselbst noch in gutem Wohlsein und besitzt nochzum Andenken den silbernen Becher und dassilberne Brodkistchen von Oberkrüchten.
1661
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1648 wurde der Westvhälische.Frieden geschlossenund die öffentliche Aeligiensfreyheit den Prore-sianlcn gegeben.