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die Obrigkeit aus Katholischen und Protestan-ten bestehen sollen, Beamten, Schöffen, Bür-germeister sollten halb Katholisch und zur HälfteProtestantisch sein. Allein man achtete nichtdieser Befehle; die Beamten und spanischeSoldaten spotteten jeder Thräne. Im Jahri6rz * wurde die freye Religionsübung gänz-lich verboten. Im Jahr 1627 wurde den Re-formirten in Bracht von dem Amtmann inBrüagen ein Befehl msinuiret, daß sie denKirchhof, den sie mit viel Kosten, mit Bewil-ligung der Scheffen und Orts theuer an sich ge-kauft, und mit einer Mauer umgeben hatten,deswegen, weil er neben dem Katholischen Kirch-hof lag, abbrechen, und ausser den Ort verle-gen sollten. Täglich verübte die Obrigkeit Grau-samkeit aus, liesse bald unter diesem, bald un-ter jenem Scheine die Protestanten gefänglicheinziehen und ihnen Hausgeräthe oder Pferdeoder Kühe wegnehmen.
1629 stund als Prediger bei diesen Gemein-den Peter Johann Silvius. Dieser Mannwurde hier in Bracht auf öffentlicher Strassevom katholischen Pastor und Pöbel angegriffen,durch die Gerichksboten nach Dülken geführt:wo er mit 200 Goldgulden seine Freyheit erkauf-D r fen
* Der bekannte dreißig jährige Krieg vom Jahr1618-1648 brachte das größte Elend über diehiesigen Protestanten. Endlich machte der Nor-dische Held Gustav Adoloh Hofnung zur Erlö-sung.