Op. XIV. Von den Sinnen. 697
schwinde fort reden und, was noch mehr ist,andere, die sich m dieser Kunst geübet, alles,was mit und im Munde vorgehet, behendemercken können.
H. 4? 1 .Der Geruch bestehet in einem sub, Was gc-tilen Ausfluß aus den riechenden Cörpern.fthiehctWir haben ein gantz klares Exempel, an der wirsymparetischen Dinte, die durch den star-^"'^"'cken Gestanck das ihre verrichtet (F. 128.
li. Lxpcr.). Denn wo der Gestanckdurchdränget und findet mit Silberglette ge-schriebene Buchstaben, da hangen sich diesubtilen Theile an und machen sie dadurchschwach. Campfer hat einen sehr starckenGeruch: aber er verreucht sich gar, baßnichls davon übrig verbleibet, welches eineAnzeige ist, daß er sich nach und nach gantzin einen subtilen Ausfluß, gleichsam wie ineinen unsichtbghren Rauch, reioluiret.
Man kan es auch gantz deutlich daher er-kennen, daß wir Sachen riechen, die vonunserer Nase weit weg sind. Da nun et-was in die Nase kommen muß, wenn wirriechen sollen ; so muß nothwendig aus demCörper, der einen Geruch hat,etwas heraus^gehen, so biß in unsere Nase kommen kan.
Eben dieses wird dadurch besteriget, daß sichvon einer wohlriechenden Blume, die wirvon derNase etwan weit halten, der Geruchin dieselbe ziehen lasset. Daß die kleinenEorperlein, die den Geruch ausmachen, sehrTx s subti-