auf dem Erdboden. 499
und sind in der That die Schwierigkeiten,welche man dabey machet, geringer als beydes Meinung. Es dunstet denTag über nicht wenig Wasser aus, wennes von der Sonne beschienen wird , oderauch von starcken Winden, und vielleichtauch noch von andern Ursachen. Da nundie See einen grossen Theil, bey nahe dieHelffte von der Flache des Erdbodens ein-mmmet und insonderheit an dem warmenStriche der gröste Theil Wasser ist ; solasset sich leicht erachten, was für eine un-gemeine Menge Wasser einen Tag über,geschweige denn ein gantzcs Jahr, aus derSee ausdunstet. Die Winde führen dieDünste von der See weg und bringen sieüber das feste Land und daselbst auch zuden Gebürgen, wo sie nicht allein durch denRegen, sondern insonderheit auf die Ge-dinge durch starcken Thau bey nächtlicherWeile hernieder fallen. Das Wasser,was aufdie Berge fallet, rinnet innerhalbden Bergen zusammen und unterhalt dieQvellen. Wir finden, daß einig« Qvellenverseigen, wenn es lange Zeit nichtregnet,und fast alle weniger Wasser geben , wiewir es an den Flüssen mercken, darinnendas Wasser gar mercklich abnimmer,wennman lange Zeit trocknes Wetter hat. lindalso siehet man dadurch, daß die ersten vonF'm Regen allein Wasser haben, die letz-Ji 2 tem