492 (lap. IX. Von dem Wasser
Flusskommet; so nimmt es viel Glaub undtrübe ist mit sich, auch löset es viel leimichte
' Erde auf und führet sie mit fort. Deswc,gen ist das Wasser in den Flüssen trübe undunrein, wenn es von dem »Regen «Wasseranwachset. Hingegendadas Wasserausden Emellen reine ist ; so haben auch dieFlüsse klares Wasser, wenn sie es bloß vonihnen bekommen. Jedoch da es überall anden Ufern und dem Grunde etwas mitnimmet, wo es rinnet, ehe es in die Flüssekommet, und wo es in den Flüssen fleußt;so ist es auch in den Flüssen niemahls soklar und reine, wie in den Qvellen.
Woher §. ;4r. Wcnnmanbedencket,wasfürdicQvel-eine grosse Menge Wasser täglich in dcnM . Nüssen weg fleußt, und gleich wohl gewißlÄen. daß sie das meiste aus dcn Qvelleube'kommen (§. ?42.); so hat man nicht wenigSorge gehabt, woher doch die Qvellen soviel Wasser bekommen , und warumb esihnen niemahls daran gebricht, oder wennes ja unterweilen gebricht, woher sie es dochwieder bekommen. Da man erwogen, daßalles Wasser von den Flüssen ins Meer ge«führet, und gleichwohl das Meer davonnicht voller wird ; so ist man gar leicht aufdie Gedancken gerathen, daß das Meer denQvellen ihr Wasser wieder gebe. Und da-Herchat man vermeinet, es flicsse.aus derSee unter der Erde durch unterirrdüche