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Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
Seite
367
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mceund Hagel. ^67

Fräse desMorgcnds antrifft. Denn daes eine lange Zeit, öffters die gantze Nachtdurch thauet, so fallen auch nach und nachmie.Tröpflcin Thau auf das Groß und,wenn ein neues eines von den vorigen be-rühret, so fliesset es mit ihm zusammen undwird solchergestalt ein grösseres Tröpfleindaraus, als es vorher war.

§,272. Und eben hieraus verstehet man, Warumbwie die Fenster in den Stuben schwitzen,wenn es von aussen kalt, inwendig aberwarn, ist. Denn von der kalten äusse-ren Lufft werden auch die Glaßschei-ben kalt. Man kan es selbst mit den Han-den suhlen, daß sie kalter werden. Die kal-ten Glaß,Scheiben machen auch die Lufftkalt, die bey dem Fenster istLxper.). Da nun die Lufft im Gemache,sonderlich wo viel Personen zugegen sind,sehr feuchte ist wegen des vielen Dampffes,der mit dem Athem aus den Lungen fähret;so werden die einzeln Dünste zusammen ge-bracht und fliesten m Tropfstein zusammen,die sich an das Glaß anhangen. Eben die-se Bewandnis hat es, wenn man im Win-ter ein kaltes Gefasse, ober etwas von Me-talle und Glase, so langem der Kalte gewe-senen die warme Stube bringet und essänget an zu schwitzen : wie nicht'weniger,wenn jm heissm Sommer ein Glaß in derMubeschwitzet, darein man recht frisches

Was-