Druckschrift 
Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
Seite
366
Einzelbild herunterladen
 

Z6 6 Elap.VI. Vstt Thau, Reiff,Regen,

sind, die aus der Lufft herunter fallen ; seistThau mit einem niedergehenden Nebel zu-vergleichen.

§. r.71. Wenn die Dünste in der Lufftniederfallen sollen, so müssen sie in Tröpfleinzusammen fliessen. Und daß dieses geschie» lhet, wenn es thauet, weiset auch der Augen- sschein, indem sich der Thau in Gestalt klei-ner Tröpflein an die obere rauhe Flache»der Cörper anhanget. Es giebts aber auchdie Vernunfft. Die Dünste sind nichtschweerer als die Lufft (§.247): derowcge»wenn sie niederfallen sollen, müssen sie vonschwererer Art als die Luffr werden. Vonder Kalte lassen sie sich nicht so sehr verdi-cken (§.249): derowegen müssen mehrerezusammen fliessen, damit aus ihnen kleineTröpflein werden, die schweerer sind als die -Lufft. Man kan auch gar wohl bcgreiffm/wie dieses in der Natur geschiehet. DerThaufallrtdes Nachts und sonderlich ge- ^gen Morgen, wenn die Lussr, wie das Ther- s'mometerzeiget(§.;5.V.II. lrxper.), sichabkühlet. Indem dieses geschiehet, wirdsie dichter lL.i z zN.I.Lxp».). Weil nun ihreTheile näher zusammen kommen,so werdenauch die zwischen ihnen enthaltene Dünstenaher zusammen gebracht, und fliest n da^her in Tröpflein zusammen. Di e G^lstdieser Tröpflein kan man nicht aus derGrösse derer erachten, die man cniflm