der Dunste, Nebel und Molcken Z57
welche aufhohc Berge gestiegen sind, be»kräfftigen, daß, wenn sie durch die Wolckendurchgegangen, es nichts anders gewesen,als wenn sie durch einen starcken Nebeldurchgiengen. Es zeigen aber die beydenvon mir angeführten Erfahrungen, daß eineMenge Dünste auch noch von weitem wieein Nebel ausstehet, wenn hinter ihnen einanderer Cörper ist, den man durch den Ne-bel sehen kan, als wie in den angeführtenFällen der Berge, hingegen die Gestalt ei-ner Wolcken chekommen, so bald sie in derfreyen Lufft ist, da man nichts mehr durch-sehen kan. Der Unterscheid bestehet dem-nach bloß darinnen, daß eine Wolcke dich-ter zu seyn scheinet als ein Nebel. Siescheinet aber inderThat nurdichterzu seynals ein Nebel, weil sie weit von dem Augeweg ist. Denn der grosse Raum, der eineMenge Dünste erfüllet, scheinet in derWei-te klein zu seyn. Daher i st eS eben soviel,als wenn die Dünste umb ss viel dichterworden waren, soviel der Raum aus opti-schen Gründen verkleinert wird. Hierausist zuersehen, daß die Wolcken um sovieldichter aussehen müssen , je weiter sievonder L rde weg sind Und würde sich auchaus dem Ansehen derIWolcken vieles vonihnen urtheilen lassen, wenn man auf allesgenauer acht zu geben gewöhnet wäre alsWnd geschiehet.
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