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Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
Seite
345
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derDünste, Nebel und;^Vslcken. Z45

Sommer "Tagen die Dünste verdünnetwerden. Ob nun aber gleich vorhin be-hauptet worden, daß die Kalte der Lufft dieDünste nicht so verdicken kan,daßsieschweerer werden als die Lufft (§.- 4 y/, s»kan es doch noch wohl geschehen, daß sie et-was verdicket werden. Nemlich wenn dieeingeschlossene Lufft kalt wird und das Bla-selein ist groß, so kan das dünne Haucleinwohl nach dem Drucke der äusseren nachge-ben, ob es gleich nur biß auf einen gewissenGrad möglich ist. Wenn aber die Lufft ineinerWafferblase vermindert,oder,welchesgleich viel ist, in den Stand gesetzet wird,daß sie sich in einen engern Raum bringenlässet; so wird die Blase kleiner und dasHäutlein dicker. Man siehet es an denBlasen, die aus Seiffen,Wasser durch einStroh-Röhrlein geblasen werden: wennman die Lufft wieder dar aus zurücke ziehet,ehe sie sich von dem Röhrlein lsßreissen unddavonfliegen, so werden sie immer kleinerund ihr Hautlein dicker. Allein weil eSdoch dadurch allein nicht geschehen kan,daß die Dünste sehr verdicket und garschweerer als die Lufft werden; so hat manferner zu erwegen,daß,wenn die äussere Lufftdurch die Kalte verdicket wird (z.i; zl'. I.Lxper.),auch dadurch zugleich die Dünsteauf folgende Art verdicket werden. Wenndie Lufft durch die Kalte dicker, oder viel-V; mehr