Druckschrift 
Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
Seite
324
Einzelbild herunterladen
 

Z24 dap.IV. Von den LVitterungcn

nun die Brennglaser desto grössere Wür,ckung haben, je mehr sie Strahlen aussen,gen und desto geringere, je weniger darauffallen: sokan freylich ihreWürckungnichtso groß seyn, wenn einige Tage gutes Wet-ter gewesen, als wenn die! Lufft sich durchsiarcken Regen gcreiniget und nun wiederheiterer Himmel hergestellet wird. Mandarf sich auch nicht befremden lassen, daßgleichwohl zur selbigen Zeit eine sehr grosseHitze ist: denn die Hitze ist durch die vor-hergehende Würckung der Sonne schonhervorgebracht worden und bleibet noch zu-rücke, auch wenn die Sonne etwas schwa-cher scheinet (§.227). Darnach muß manauch erwegen, daß wir nicht die Hitze nachunseren Sinnen, oder unserer Empfindungbeurtheilen müssen, welche uns gar sehr be-trügen können (§.74.), am allermeiste!-aberin gegenwärtigem Falle.

Wie trü- §. -rzy.Noch mehr als die Dünste ver-bes Wet-mögen die Wolcken, damit der Himmel ü-herzogen wird, absonderlich die dicken, dier^ü?derSantz schwach aussehen, wenn sie vor.'derSonne Sonne stehen» Denn daß die Wolcken,sröhrrt. sonderlich die dicken, das Licht der Sonnehauffig zurücke werffen, siehet man nichtallein aus den Wolcken, die nach dem Un-tergänge der Sonne, wenn es schon dunckelwird, in der Höhe erleuchtet werden, alswelche fast wie das neue Licht des Monds

die