Elap.kl. Vstt der Luffk. 275
nicht mehr leben können. Und daher kön«nen auch die Vögelnurbis auseine gewisseHöhe sichrn bis Lusst begeben. Da dieLusst auch zn dem Fliegen das ihre bey-traget, so kan man leicht erachten, daß demVogel das höher fliegen verwehret wird alssiezn seinem fliegen bequem ist.
§. iy 1. Wir wissen aus der Erfahrung, Woherdaß der Tag anbricht, ehe die Sonne auf- der Ausgehet, und zwar nicht aufcinmahl, sondern beuch desnach und nach. Die Ursache haben wir inder Lasst zu suchen. Denn da dicLufft überderErde erhaben ist, so kan das Licht dttDcmme-Somien in sie kommen, ehe es die Erde er- rungreichet t wie wir denn überhaupt sehen, daß kommet,die Sachen, welche hoch sind, als z. E- dieSpitzen der Berge und Thürme, Dächerhoher Gebäude rc. eher erleuchtet werdenals die niedrigen. Man darf aber nichtMisteln, daß solches auch in der Lufft stütfinde. Wir können es eigentlich sehen,wenn Wolcken von verschiedener Höhe inderLufft sind. Z. E. frühe, wenn die Son-ne aufgehen will, werden die hohen Wol-cken roch und die unteren bleiben dunckekdenn man sichetgantz eigentlich wie sich diedunckelen unter den rochen fort bewegenund sie verdecken. Gleichergestaltdes A-bendchwenn die Sonne Untergängen ist,sie-het man daß hoheWolcken noch langegantzhelle bleiben, wenn die unteren gantz finsterS r sind,