276 Lgp.II. Von der Lufft.
sind, so daß sie auch das Licht auf die Erde ^werffen und es siehet, als wenn der Neu- !mond schiene, der noch ein schwaches Licht ^hat. Wenn die SonnemStrahlen indie ^Lufft fahren, so werden sie gebrochen (§.1511 . II.Lxper.) und dadurch geschiehet es, idaß sie weiter in die Lufft herein fahren, als !sonst geschehen würde. Die Lufft sowohl, ^als die Ausdünstungen, welche in ihr sind(§. 85.1.n.kixper.)wirfft dasSonneu-Licht zurücke (tz.i 45^. II. Lx per.) und da-durch kommet es aufden Erdboden. Je
höher die Sonne gegen den Horizont her-auf steigere mehr kommet Licht in die Lufft,und ferner von ihr aufden Erdboden. Aufsolche Weise kan der Tag anbrechen, ehedie Sonne aufgehet. Eine gleiche Be-wandnis hat es mit der Abcnd-Demme-rnng, wie ein jeder leicht siehet. In derAstronömiehatmanlängstdiesesallcsge-naucr bestimmetnnd die Tieffe der Sonne 'öererminiret, die sie unter dem Horizont ^haben muß, wenn der Tag anbrechen, oder -die Abend-Demmerung aufhören soll. 'Man hat sie ncmlich 1;, 18 bis 19 Grad ge-funden. Nachdem die Lufft dicke ist unddie Dünste in ihr hoch in die Höhe steigen,so kan auch der Tag geschwinder und star-cker anbrechen, oder die Abend'Demmc-rung langer dauren. Denn in dicker Lufft ^werden die Strahlen starcker gebrochen