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Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
Seite
98
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98 Qap. II. Von dem Unterscheide

wohl als die Faden - Seide und leinenesGarn lassen sich gleichfalls willig biegen.Was nun daraus gewebet und gewürcketwird, giebet leicht nach, wenn man es dru-cket, und,sobald man aufhöret, gehet es wie-der aus einander. Nun nennet man des-wegen einen Cörper weich, weil er nachgie»Ler, wenn man ihn drucket: derowegenkommet die Weiche des Cörpers in diesemFalle daher,weil der Cörper aus Theilen be-stehet/die sich leicht beugen lassen, und nachdiesem wieder von einander gehen. Und die-ses hat auch in der Kunst Anlaß gegeben dieStühle und Betten, darauf man sanfte ru-hen will, durch stählerne Federn weich zumachen. Denn weil Federn von stähler-nem Drathe bald nachgeben, wenn sie ge-druckt werden, so bald aber als man zu dru-cken aufhöret, wieder von einander gehen:so hat es mitStühlen und Betten,darinne ndergleichen Federn zu finden sind, eben dieseBewandniswie mit den vorigen Cörpern,deren Weiche wir untersuchet. Un-terdessen da die Faden sich nicht biegenlassen, wenn sie nicht weich sind; so müssendoch diese wiederum eine Ursache ihrer Wei»che haben.Will man sie aus kleineren Fadenzusacken setzen, diessichbeugen lassen,weil dieVergrösserungsMaser zeigen, daß es mitihnen dergleichen Bewandnis hat (§.85.

III.Lxzrer.), sq kommet MSN deswe-gen