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Vernünfftige Gedancken von den Würckungen der Natur :
(Physik I.)
Entstehung
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wege »i der verättderlichenMaterie. 95

so ist die Ursache wohl keine andere als die-se. weil sie entweder wenige von veränder-licher , oder ftemderMatcrie brauchen,wennsie fliesten sollen, oder auch gar zu viele.Denn wenn wenige dazu erfodert wird,so dauret der Zustand, darinnen eine Ma-terie weich'wird, nicht lange, sondern siefanget gleich an zu fliesten. Derowegcnehe dieselbe mitten hinein weich wird, sofliestet sie schon oben. Und die Beschaf-fenheit hat es mit dem Eise: daher wir se-hen, wenn es oben abschmeltzet, daß esmitten, ja noch gar nahe an der Fläche, woes schmeltzet, noch gantz kalt und harte ist.Hingegen wenn ein Cörper langsam undnicht anders als durch einen grossen Gradder Warme flüßig wird; so lasset sichs nichtwohl versuchen, ob er weich ist, ehe er an-fangt zu fliesten. Es ist aber wohl vermuth-lich, daß es geschiehet. DenndieNaturthut keinen Sprung (§.686Uer.),sondernwürcket nach und nach.Ehe sie demnach dieTheile eines Cörpers von einander trennet,flösset sie sie nur etwas von einander weg,und dieses ist genung dazu, wenn er weichwerden soll. Man muß aber hierbey nichtvergessen, daß, wie alles in der Natur sei-ne Grade hat, und keines eine Eigenschasttin eben dem Grade besitzet, wie das ande-re, auch die Weiche ihre Grade hat, unddaher ein Cörper wieder weicher werden kan

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