94 Op. III. Vs»i dem Unterscheide
da gleichwohl nicht alle Materien von derWarme weich werden, noch schmeltzen;so muß auch die Figur der kleinen Theile et-was dazu beytragen. Wir habenSteine,die flicssen in grosser Hitze und lassen sich inGlaß verwandeln : andere hingegen flicssennicht, sondern werden bloß zu einem Kalcke.Es muß demnach ein Unterscheid seyn unterden Steinen, die schmeltzen , und unter de-nen, die zu Kalck werden. Der Unterscheidkan in nichts andern als in der Figur derTheile gesucht werden, vermöge welchereinige fester zusammen halten als andere,die sich leichter von einander verschiebenlassen. Worinnen dieser Unterscheid be-stehe , verlange ich nicht zu bestimmen. DieUntersuchung möchte uns zu lange aufhal-ten , und wir dörssten vielleicht doch nichtvöllig zu Ende kommen. Wir sehen übn-gens, daß Cörper weich seyn können, weileine veränderliche oder fremde Materie zwi-schen ihre kleine Theile hinein dringet undzwar nicht gäntzlich, doch in etwas voneinander absondert , daß sie einander nichtsoviel berühren, als sonst geschehen wür-de, wenn dieselbige Materie weg wäre.Wie aber diese Materie eigentlich müsse be-schaffen seyn, lässet sich noch nicht bestim-men. Wenn man nun aber fraget, wo-her es denn komme, daß einige Materiennicht erst weich werden , ehe sie fliesten;